Vom Aufsteiger zum Titelkandidat?

Die Gladbacher Mavericks überraschen derzeit mit starken Siegen die gesamte Liga. Die Dresden Monarchs erwartet weit mehr als ein unerfahrener GFL-Aufsteiger. +++

„Hätte“, „Wenn“ und „Aber“ – Die Internetforen und Facebook waren in der vergangenen Woche ein Ort dem Druck, dem Unmut und teils auch dem Unverständnis Platz zu machen. Fotobeweise wurden angeführt. Videos analysiert. Nur allein, es wird nichts ändern. Sport kann grausam sein, soviel lässt sich zweifellos behaupten. Ein fehlgeleiteter Blick kann ebenso wertvolle Punkte kosten, wie ein Griff vorbei am Spielgerät, ein Stolperer, ein Missverständnis. Niemand ist unfehlbar – weder Spieler, Trainer, Fans, noch Schiedsrichter. Shit happens, meint entsprechend ein nicht all zu altes Sprichwort. Die Niederlage (10:14) gegen zweifelsohne schlagbare Berlin Adler frustrierte. Zwei durch Strafen vereitelte Touchdowns der Dresdner fehlten den Monarchs am Ende für einen sicher verdienten Sieg. Hätte nur eine Strafe… Wenn der Schiedsrichter… Aber es war doch wirklich… All das spielt keine Rolle mehr. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Mit den Mönchengladbach Mavericks wartet am kommenden Sonnabend (21. Mai, Kickoff: 19 Uhr, Warsteiner Hockey Park) ein weiteres schweres Kaliber in der German Football League. Braunschweig unterschätzte zuletzt den GFL-Aufsteiger. Das Ergebnis: Ein für Gladbach hochverdienter 22:12-Erfolg.

So heißt nun: Vergessen. Was bringt ein Blick zurück? Er kostet allenfalls Zeit und Kraft. Mönchengladbach ist das nächste lohnenswerte Ziel. Hier zu bestehen, daran gilt es alles zu setzen. Das Spiel für sich zu entscheiden, klar und zweifelsfrei, nur das kann den inzwischen so wichtigen Schritt nach vorne setzen. „Unsere Mannschaft ist talentiert, körperlich bestens vorbereitet und zeigt in jeder Trainingssitzung ihre Klasse. Wir haben drei Spiele gegen ausgemachte Spitzenmannschaften verloren. Jeweils mit einem Touchdown und weniger. Auch wenn wir derzeit auf einem undankbaren sechsten Platz stehen, ich trainiere eine gutes Team. Sie muss es nur endlich auch Woche für Woche auf den Spielfeldern der GFL zeigen“, so Gary Spielbuehler. Die nächste Chance kommt mit den Mavericks prompt. Nach ihrem Aufstieg in die Football-Königsklasse beeindrucken die Gladbacher Stiere, wie sich die Mavericks selber nennen, mit tollen Auftritten gegen Saarland und zuletzt gegen Braunschweig. Allein Berlin legte die Stiere aufs Kreuz, verpasste den Mavericks ein Brandzeichen (0:16).

Gary Spielbuehler und sein Trainerteam werden Gladbachs bislang einzige Niederlage entsprechend genau studieren. Auch der letzte Mavericks-Auftritt gegen Braunschweig brachte weitere Erkenntnisse. Vor allem die Defensive der „Stiere“ glänzte bislang in jedem Spiel. Nicht nur Punkte verhindern scheint deren Rezept. Auch Punkte zu machen, ist für Gladbachs Abwehr eine gern genutzte Option. „Unser Angriff ist entsprechend gewarnt. Die Mavericks spielen hart am Mann und sind immer wieder für Balleroberungen gut. Was für Tyler und seine Jungs zusätzliche Konzentration bedeutet, heißt für unsere Verteidigung: Gegenhalten. Ich will faire Härte und bedingungslosen Einsatz sehen. Wir müssen auf beiden Seiten des Balls dominieren“, fordert Gary Spielbuehler von seinem Team. Nur dann wird es einen Sieg zu holen geben. Nur dann bleiben weitere „Hätte“, „Wenn“ und „Aber“ unausgesprochen. Ab 18.45 Uhr überträgt Radio.Monarchs (www.radio.monarchs.de) am Sonnabend das dritte goldene Auswärtsspiel der laufenden GFL-Saison.

Quelle: Dresden Monarchs

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