Vom Aussterben bedroht: Glasbläser und Chirurgiemechaniker

Wie die Handwerkskammer Dresden mitteilt, gibt es immer mehr Friseure und Dachdecker, aber nur noch ganz wenige Betriebe bei den Büchsenmachern (7), Glasbläsern (6) und Chirurgiemechanikern (1). +++

Die Zahl der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Dresden ist im ersten Halbjahr 2013 minimal auf 22.855 (+1) gestiegen. 774 Neueintragungen standen 773 Abgänge gegenüber. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl der Betriebe somit kontinuierlich gestiegen. Waren im Jahr 2002 noch 18.580 Handwerksbetriebe gemeldet, so gab es 2006 genau 21.733 und im Jahr 2010 einen weiteren Anstieg auf 22.512.

Mehr Betriebe als Ende 2012 gab es beispielsweise bei den Friseuren (1556, + 13) und Dachdeckern (607, +7), ein Rückgang ist unter anderem bei Elektrotechnikern (1590, -11) zu verzeichnen. Neben den genannten Berufen sind im zulassungspflichtigen Handwerk auch Kraftfahrzeugtechniker (1568) sowie Maurer und Betonbauer (1470) besonders stark vertreten. Nur noch ganz wenige Betriebe gibt es unter anderem bei den Büchsenmachern (7), Glasbläsern (6) und Chirurgiemechanikern (1).

Mit Abstand die meisten Handwerksbetriebe sind in der Stadt Dresden angesiedelt (5.324). Im Landkreis Bautzen sind es nunmehr 4.912, im Landkreis Görlitz 4.558, im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge 4.260 und im Landkreis Meißen 3.801.

Mit 14,1 Betrieben je 1.000 Einwohner liegt die Handwerksdichte im Kammerbezirk Dresden deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt (12,1). Im regionalen Vergleich führt hier der Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge (17,0) vor dem Landkreis Görlitz (16,9), dem Landkreis Bautzen (15,5) dem Landkreis Meißen (15,2) und der Stadt Dresden (9,9).

Quelle: Handwerkskammer Dresden

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