Vom Warenhaus zum Warenhaus: Die Geschichte der „Höfe am Brühl“

Es ist ein historischer Ort, an dem Leipzig modernstes Einkaufszentrum nun entstanden sind. Das einst modernste Warenhaus Europas stand hier an dieser Stelle, nach den Kriegsschäden verkleidet mit einer Fassade aus Aluminium – die „Blechbüchse“. +++

Es war ein Haus, an dessen Fassade eine Leipziger sich ankettete, um ihren Erhalt zu bewirken. Ein Gebäude, um das die Leipziger eine Menschenkette bildeten, um auf seine Bedeutung hinzuweisen. Die Höfe am Brühl stehen an einem Ort mit bewegter Vergangeneit.

Nach knapp zwei Jahren Bauzeit wurde das Einkaufszentrum nun feierlich eröffnet. An der Seite zum Richard-Wagner-Platz haben die Original Fassadenteile der einstigen Blechbüchse hier einen neuen Platz gefunden. Acht Eingänge führen in das neue Leipziger Einkaufszentrum. Über 200 Millionen Euro hat die mfi AG in das Projekt investiert.

Generell lesen sich die Zahlen der neuen Leipziger Shopping-Mall wirklich beeindruckend: Vier Lichthöfe in unterschiedlichen Stilwelten, 1.200 Glasscheiben an der Dachfläche, 44.400 Quadratmeter Mietfläche, davon allein 27.500 Quadratmeter für den Einzelhandel.

Rund 13.000 Tonnen Stahl sind hier verbaut 100.000 Kubikmeter Beton, mehr als acht Kilometer Trinkwasserleitungen sind verlegt worden und 180 Kilometer Verkabelung. Über 300 Brandschutzklappen und 8000 Sprinklerköpfe sorgen hier für Sicherheit. Und das wichtigste: Die Höfe am Brühl sind fertig und bieten Leipzig nun 120 neue Shops unter einem Dach.