Von 3 auf 12 Euro: Sparkasse erhöht Kontogebühren – Aber nur für Hartz IV-Empfänger?

Gestern erhielten tausende Kunden der Ostsächsischen Sparkasse Dresden einen Brief, welcher bei den Empfängern auf Empörung stieß. Die Kunden wurden aufgefordert, ab dem 1. Dezember 2009 statt 3 Euro das Vierfache Kontoführungsgebühr zu zahlen.

Auffällig ist, dass nur die Bevölkerungsgruppe betroffen ist, der am wenigsten Geld zur Verfügung steht. Warum? Der Direktor für Unternehmenskommunikation der Ostsächsischen Sparkasse Andreas Rieger hat gegenüber BILD Klartext geredet. Es sei die Kundengruppe betroffen, die die Sparkasse erhöht Kosten entstehen läßt, das heißt, diejenigen, deren Konten gepfändet oder regelmäßig überzogen sind!

Daher lassen sich genau diese Konten nicht mit einem Computerprogramm überwachen, sondern manuell. Es wäre unfair, laut Rieger, wenn Kunden, bei denen dies nicht der Fall ist, genauso viel zahlen müssten. Gestern kam es daher zu allerhand Beschwerden bei den Sparkassen, außerdem muss die Ostsächsische Sparkasse mit Kundenverlust rechnen, was teilweise gewollt sein kann.

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