Von Dresden nach Kamenz: Eine erfolgreiche Schiene

Die Fahrgastzahlen auf der Bahnstrecke Dresden – Kamenz haben sich auch im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Insbesondere an Sonntagen und zu Großveranstaltungen waren die Züge gut ausgelastet. +++

So verkehren zum Festwochenende des diesjährigen Forstfestes zahlreiche Züge in Doppeltraktion.

An Werktagen nutzen inzwischen rund 1.200 Kamenzer die Bahnverbindung in Richtung Landeshauptstadt, ein Anstieg gegenüber 2010 um sechs Prozent. „Die Fahrtzeitreduzierung durch den Bau der Arnsdorfer Kurve hat die Bahnverbindung für Pendler deutlich attraktiver gemacht“, erläutert Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO), die Zahlen. „Man erreicht Dresden von Kamenz aus in nur 50 Minuten. Auch die Durchbindung aller Züge bis zum Hauptbahnhof hat die Verbindung aufgewertet“. Mit täglich über 3.500 Fahrgästen ist die Bahnverbindung zwischen Dresden und der Lessingstadt die nachfragestärkste Linie des von der Städtebahn Sachsen betriebenen Dieselnetzes. „Service ist uns besonders wichtig. Dazu gehört insbesondere der persönliche Kontakt zum Fahrgast, der vor allem von Gelegenheitsfahrern geschätzt wird. Der Zugbegleiter beantwortet Fragen direkt vor Ort und kann im Bedarfsfall noch eine Fahrkarte verkaufen“, erklärt Dr. Ralf Böhme, Geschäftsführer der Städtebahn Sachsen. Zu Beginn der Betriebstätigkeit im Winter 2010 war der Betrieb wegen vieler witterungsbedingter Störungen an den Fahrzeugen nicht immer reibungslos möglich. Mittlerweile konnte dies jedoch deutlich verbessert werden. „Hier zeigt die Investition der Städtebahn in einen eigenen Wartungsstützpunkt in Ottendorf-Okrilla Wirkung“, betont Burkhard Ehlen. „Die wachsende Zahl an Fahrgästen zeigt, dass sich die Städtebahn positiv am Markt platzieren konnte“.

Die steigende Nachfrage führt nun zu einer Kapazitätsausweitung, insbesondere an Sonntagen und zu Großveranstaltungen. „Nach Gesprächen mit der VVO werden an Sonntagen die drei Abfahrten um 13:57, 15:57 und 17:57 ab Kamenz mit zwei Triebwagen verkehren“, erklärt Stefan Sperber der bei der Städtebahn Sachsen für Marketing und Vertrieb zuständig ist. „Damit sorgen wir auch für ausreichend Platz für die steigende Zahl an Fahrrädern“. Die Kapazitätsausweitung erfolgt vorerst bis November und wird dann gegebenenfalls der Nachfrage angepasst. Darüber hinaus wird die bisherige Praxis, zu Großveranstaltungen zusätzliche und verstärkte Züge einzusetzen, fortgeführt. So werden am kommenden Samstag die Züge mit Anschluss an den Fahrradbus ins Lausitzer Seenland in Doppeltraktion verkehren. Davon profitieren auch die Besucher des Kamenzer Forstfestes, das am Freitag eröffnet wird.

Das Forstfest findet alljährlich im August statt und ist eines der großen Schul- und Heimatfeste Deutschlands mit einer über 160- jährigen Tradition. Die Einmaligkeit der Veranstaltung besteht auch darin, dass Schülerinnen und Schüler in weißer Kleidung mit bunten Schärpen und Blütenschmuck am Montag und Donnerstag durch die Kamenzer Innenstadt ziehen. An den Auszügen nehmen mehr als 1000 Schüler teil, die musikalisch von mehreren Musikkapellen unterstützt werden.  

Der Festplatz am Kamenzer Forst liegt rund 20 Minuten vom Bahnhof entfernt und bietet während der Festwoche (24.08. – 30.08.2012) ein vielfältiges Programm und Live-Musik in den Festzelten. Am Mittwoch, um 21.30 Uhr, findet das traditionelle Höhenfeuerwerk statt. Das Forstfest endet am Donnerstag mit einem Abschlusskonzert des Spielmannszuges Oberlichtenau am Donnerstag 20:00 Uhr auf dem Kamenzer Marktplatz und dem anschließendem Einzug der Kinder mit den Lampions und Fackeln.

Zur weiteren Steigerung der Bekanntheit der Verbindung engagiert sich der VVO unter anderem für die Hutbergbühne in Kamenz. Veranstaltungen werden auch im Kundenmagazin des VVO sowie auf der Homepage bekannt gegeben, um auch das Publikum aus der Region zu Konzerten und Festivals nach Kamenz zu bewegen.

Quelle: VVO

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