„Von unseren bisherigen Erfolgen können wir uns nichts mehr erkaufen!“

Dresden – Wenn der HC Elbflorenz am Samstag die HSG Burgwedel empfängt, sind die Rollen eigentlich klar verteilt. Doch schaut man etwas genauer hin, erwartet den HCE ein absolutes Rückrundenspitzenspiel. Denn die Gäste aus Niedersachsen reisen mit viel Selbstvertrauen nach Dresden.

Mit zehn Siegen in Folge schwimmt der HC Elbflorenz aktuell auf einer Welle des Erfolgs. Als Tabellenzweiter gehen die Dresdner auch deshalb als Favorit in die Partie gegen die HSG Burgwedel.
Trainer Christian Pöhler erwartet dennoch ein Duell auf Augenhöhe: „Die Tabelle trügt. Burgwedel ist eines der besten Teams der Rückrunde und kommt mit breiter Brust nach Dresden. Ich erwarte ein echtes Rückrundenspitzenspiel!“ Nach den beeindruckenden Leistungen in den letzten Spielen, kommt so mancher Spieler schnell ins träumen. Deshalb sind in der Schlussphase der Saison vor allem die Motivationskünste des Trainers gefragt. Laut Torhüter Marcel Balster hat der Trainer die Truppe aber gut im Griff: „Irgendwo schleicht sich immer der Schlendrian ein. Aber der Trainer holt uns immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und schafft es immer wieder, dass wir Woche für Woche weiter konzentriert arbeiten und mit der nötigen Motivation ins Spiel reingehen können.“

Obwohl der HC Elbflorenz momentan die beste Abwehr der Liga stellt, hat gerade das Prunkstück zuletzt einige Schwächen offenbart. Deshalb wird es am Samstag erneut auf Abwehrchef Tjark Desler ankommen. Der 26-Jährige, der den Verein nach Saisonende aus persönlichen Gründen verlassen wird, hat in den verbleibenden Spielen ein besonderes Ziel vor Augen. „Ich bin vor knapp drei Jahren nach Dresden gekommen, um mit der Mannschaft aufzusteigen und wieder Zweitligahandball zu spielen. Wir haben es bis jetzt noch nicht geschafft das zu realisieren. Deshalb würde ich mich gerne mit einem Aufstieg verabschieden.“ Neben Desler wird auch der Norweger Henrik Ruud Tovas den Verein nach der Saison verlassen. Die Kaderplanung für die kommende Spielzeit hat deshalb schon jetzt begonnen. Der Weggang der beiden Leistungsträger ist für Trainer Christian Pöhler dennoch ein schwerer Verlust: „Ihre Abgänge kann ich vollkommen nachvollziehen. Beide sind für uns menschlich aber sehr, sehr wichtig. Vor allem Tjark hält in der Abwehr den Laden oft zusammen. So wie ich ihn aber kenne, wird er in den kommenden Spielen trotzdem nochmal alles geben.“

In den verbleibenden acht Saisonspielen hat es der HC Elbflorenz zunächst aber selbst in der Hand den Traum vom Aufstieg zu verwirklichen. Mit einem Sieg gegen Burgwedel können die Tiger weiter die Weichen für das vermeintliche Endspiel gegen Tabellenführer Hildesheim legen. Anwurf ist am Samstag um 17:30 in der EnergieVerbund Arena.