Vonovia macht Dresden zur Solarhauptstadt

Dresden - Das Wohnungsunternehmen Vonovia macht Dresden zu seinem wichtigsten Solarstandort. Schon 189 Anlagen wurden auf Mehrfamilienhäusern installiert. Die Mieter haben keine Kosten für diese Investition zu befürchten.

Rafael Wilke, Leiter der Energieerzeugung bei Vonovia erklärt, alle Kosten der Photovoltaikanlage würden ausschließlich von Vonovia getragen werden, sodass man Mieter in den ausgewählten Häusern nicht zusätzlich belaste.

Circa 16 Millionen Euro hat das Unternehmen bereits in den Ausbau der Photovoltaikanlagen gesteckt, davon 8,5 Millionen Euro in Dresden. Damit wurden auf über 800 Vonovia-Gebäuden in Dresden Module mit einer Fläche von insgesamt 50.000 Quadratmetern installiert - das entspricht etwa sieben Fußballfeldern. Die Initiative dahinter heißt "1000-Dächer-Programm" und soll Nachhaltigkeitziele erfüllen.

Vonovia will nämlich bis 2050 klimaneutral werden, ohne dadurch das Wohnen für MieterInnen zu verteuern. Aktuell wird der "Grüne Strom" von den Dächern noch in das örtliche Netz eingespeist und geht nur in einzelnen Pilotprojekten direkt an die Mieter. Alle künftigen Projekte sollen dann aber Mieterstromfähig sein und Bewohner sollen von vergünstigten Strompreisen profitieren. Rafael Wilke sagt, es gäbe dabei gesetzliche Regulierungen, sodass der angebotene Strompreis mindestens 10% unter der örtlichen Grundversorgung liegen müsse.

Das langfristige Ziel sei eine dezentrale Energieversorgung, bei der Energie vor Ort möglichst autark erzeugt, gespeichert und verbraucht wird. Dresden als Solarhauptstadt soll nur der Anfang sein und die Vonovia will bei 1.000 Dächern noch lange nicht halt machen.

© Vonovia SE / André Wirsig
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