Vor der Probe steht die Idee – Dramaturgie an der Oper Leipzig

Jeder Aufführung geht jedoch zunächst eine intensive Probenzeit voraus. Und auch diese muss vorbereitet werden. +++

Besonders die inhaltlichen Schwerpunkte eines Stückes gilt es vorab herauszuarbeiten. Diese Aufgabe übernehmen die Dramaturgen. Eine von ihnen ist Johanna Mangold.

Besonders fasziniert sie die Kraft, Leidenschaft und Sinnlichkeit, die in den verschiedenen Opern steckt. Diese für das Publikum erlebbar zu machen und so möglichst verschiedene Altersklassen anzusprechen. Zu zeigen, dass Oper keines Falls etwas altmodisches ist.

Nachdem den Dramaturgen ein Stück und ein dazugehöriges Regieteam zugeteilt wurde, beginnt die eigentliche Arbeit. In regelmäßigen Sitzungen bespricht sich das Dramaturgieteam, wie hier Johanna Mangold und Marita Müller mit Chefdramaturg Dr. Christian Geltinger.

Gemeinsam erörtern sie ihre jeweiligen Ideen für die Umsetzung der Stücke und besprechen mögliche Ansatzpunkte für die Regieteams. Neben den Sitzungen innerhalb der einzelnen Bereiche des Hauses gibt es auch jeden Mittwoch eine große Besprechung, bei der mehrere Abteilungen der Oper zusammentreffen.

Zur Arbeit eines Dramaturgen gehören auch häufige Probenbesuche. Dabei ist es besonders wichtig, sich eine gewisse Distanz zur Produktion zu bewahren, um so das Gesehene mit dem Regieteam jederzeit kritisch reflektieren zu können.

Wenn das Stück dann auf die Bühne gebracht wird, gibt es noch eine Abteilung, mit der sich die Dramaturgen zusammensetzen. Die Kassendamen. Sie sind für das Publikum der erste Anlaufpunkt, beantworten Fragen zum Inhalt der Produktionen und können Empfehlungen geben, damit die Zuschauer die für sie interessanten Stücke keinesfalls verpassen.

Die nächste Premiere gibt es bereits am 26. Oktober in der Musikalischen Komödie. Die Uraufführung von Wagners Ding mit dem Ring.