Voraussetzung für Kanal-Durchstich geschaffen

Aktueller Stand der Freilegungsarbeiten am Lindenauer Hafen: Der Abriss der letzten Gebäude des nach Grünau verlagerten Bildungsinstituts Agricola im „Zentralen Bereich Lindenauer Hafen“ wurde in dieser Woche abgeschlossen. Die freigelegten Flächen lassen bereits den Kanaldurchstich zum Hafen, den sogenannten Wassertorplatz, die Hafenpromenade und das zukünftige Bebauungsband am Lindenauer Hafen erahnen. Die Kanalverbindung sowie die städtebaulichen Entwicklungen am Hafen wurden Mitte Juni durch den Leipziger Stadtrat bestätigt.

Seit dem Jahr 2004 sind hier bereits 3,6 Mio. Euro Fördermittel aus unterschiedlichen Programmen investiert worden, um die erforderlichen Grundstücksankäufe und Freilegungen zu tätigen. Basis dafür war die durch den Stadtrat Ende 2008 beschlossene erste Rahmenvorlage zur Entwicklung des Lindenauer Hafens. Die jetzt abgeschlossene Freilegung wurde aus Mitteln des laufenden Haushaltsjahres finanziert.

Nachdem nunmehr Baufreiheit auf der künftigen Kanaltrasse geschaffen ist, entscheidet demnächst ein Gremium des Freistaates über die für September 2010 in Aussicht gestellte Bereitstellung von Fördermitteln zur Herstellung der Kanalverbindung.

Voraussichtlich Ende 2012/Anfang 2013 sollen die ersten Boote die neue Verbindung befahren können. Damit erhält der Lindenauer Hafen, dessen Entwicklung kriegsbedingt abgebrochen werden musste, zum ersten Mal Anbindung an das innerstädtische Wasserstraßennetz und die Seen im Südraum Leipzig.

Parallel zur Errichtung der Kanalverbindung soll ab 2011 auch die Neuerschließung des Sanierungsgebiets am Hafen von der Plautstraße her begonnen werden. Damit werden die beiden Stadtteile Lindenau und Grünau mit dem Hafen vernetzt und wasserbezogene gewerbliche, vornehmlich touristische Entwicklungen induziert.