Vorbereitungen für Chemnitzer Friedenstag 2013

Der Gedenktag in Dresden ist bereits wieder Geschichte, in Chemnitz steht er allerdings noch bevor. Am 5. März wird mit dem „Friedenstag“ den Bombenopfern gedacht.

Gleichzeitig soll aber auch ein deutliches Zeichen gegen Krieg und Neonazis gesetzt werden. Der 5. März in Chemnitz steht in den vergangenen Jahren für zwei Dinge: Gedenken und Protest.

Zum einen wird an die Opfer der Bombardierung der Stadt im 2. Weltkrieg gedacht,
zum anderen gegen jene demonstriert, die das Gedenken für ihre rechtsextreme Ideologie missbrauchen wollen.

Am Mittwochnachmittag wurden im Chemnitzer Rathaus die verschiedenen Aktionen für den „Friedenstag“ getauften 5. März vorgestellt.

Traditionell wird den Bombenopfern am Vormittag 9 Uhr mit einer Kranzniederlegung auf dem Zentralfriedhof gedacht. Auf dem Neumarkt wird eine Stunde später das Friedenskreuz geöffnet.

Gegen 17 Uhr starten von sechs Chemnitzer Kirchen die so genannten Friedenswege mit dem Ziel Rathausvorplatz. Hier sollen sich wieder hunderte Chemnitzer zu einer großen Kundgebung treffen.

Interview: Sabine Kühnrich – AG Chemnitzer Friedenstag

Ziel ist es, das möglichst viele Chemnitzer in die Innenstadt kommen.

Deshalb wird sich die Polizeipräsenz eher um die Marschroute der Rechtsextremen konzentrieren, die sich am Südbahnhof sammeln werden.

Interview: Miko Runkel (parteilos) – Ordnungsbürgermeister Chemnitz

Bereits ab 16 Uhr wird sich vor dem Chemnitzer Hauptbahnhof die Demonstration des Bündnisses „Chemnitz Nazifrei“ versammeln.

Nach einer kurzen Auftaktveranstaltung mit Musik wird sich dieser Zusammenschluss von Vereinen, Parteien und Gewerkschaften Richtung DasTietz in Bewegung setzen.

Ziel des Bündnisses „Chemnitz Nazifrei“ ist es, sich dem geplanten Aufmarsch der Rechtsextremen entgegen zu stellen. Der Protest gegen den Marsch der Neonazis soll in Sicht- und Hörweite möglich sein.

Blockaden, wie sie beispielsweise in Dresden gelungen sind, wird die Polizei aber wie in den vergangenen Jahren wieder versuchen mit aller Macht zu verhindern.

Mit dem gespenstischen Aufzug der Neonazis am diesem Datum scheint man sich auf Seiten der Stadt abgefunden zu haben, da der juristische Weg des Verbotes mangels Erfolgsaussichten nicht mehr gegangen wird.

Am 5. März bleibt den Chemnitzer die Wahl zu Hause sitzen zu bleiben oder ein Zeichen für den Frieden zu setzen und zu zeigen, dass Neonazis in der Stadt nicht erwünscht sind.

Interview: Barbara Ludwig (SPD) – Oberbürgermeisterin Chemnitz