Vorerst Frieden

Es scheint, als wäre der anhaltende Konflikt um das Paulinum endlich beigelegt.

Am Montag bat Generalbundesanwältin Monika Harms die Konfliktparteien erneut an einen Tisch. Und tatsächlich, nach zwei Stunden wurde einstimmig ein Papier unterschrieben.

Noch bis zuletzt war eine Einigung in ferner Sicht. Mehr als 6 Wochen dauerte die Auseinandersetzung um den Namen der Universitäts-Kirche und die Glaswand im Inneren des Baus. Nun der Durchbruch.

Interview: Christian Wolff, Pfarrer

Der gesamte Nachbau der zerstörten Kirche soll Universitätskirche St. Pauli heißen? Die im Oktober gegründete Bürgerinitiative für eine weltoffene, weltliche und autonome Universität Leipzig drückte das am Dienstag ganz anders aus.

Interview: Jana Adler, Bürgerinitiative „pro Uni“

Aha. Paulinum also! Untertitel: Aula – Universitätskirche St. Pauli. Wen das noch nicht genug verwirrt: Über der Aula im Paulinum sollen Institute einziehen.

Einigkeit herrscht immerhin darüber, wie das Paulinum funktional genutzt werden soll. Vielfalt unter einem Dach lautet der Aufruf. So wie es von Anfang an von Architekt Erick von Egeraat vorgesehen war.

Interview: Jana Adler, Bürgerinitiative „pro Uni“

Über den besagten Raumteiler allerdings wurde man sich nicht einig. Laut Generalbundesanwältin Monika Harms, blieben die Auffassungen darüber unverändert.

Interview: Prof. Dr. Franz Häuser, Rektor Universität Leipzig

Gut ist, dass wenigstens der weitere Streit darüber der Öffentlichkeit erspart bleibt.