Vorhang auf für Theaterruine St. Pauli

Am 26. Mai wird in der Theaterruine St. Pauli mit einer Premiere Eröffnung gefeiert. Doch wer steckt eigentlich hinter dem Theaterprojekt? Ein Fall für den Vereinskompass. +++

Endlich können es die Spatzen auch vom neuen Glasdach der St. Pauli Ruine pfeifen: Dresdens „ungewöhnlichster, reizvollster und romantischster Veranstaltungsort“ präsentiert sich nach dem Umbau in altem Charme und neuem Glanz. Das Urtümliche, Spröde, das diesen inspirierenden Spiel-Raum prägt und wesentlich zum Ruf der St. Pauli Ruine als Sommer­­theater mit einzigartigem Ambiente beigetragen hat, ist auch nach der Umgestaltung noch präsent. Das archaische Flair erhält jedoch in der modernen Dach- und Seiten­ver­glasung einen spannenden Gegenspieler und dadurch eine neue Qualität.

Skeptische Baustellenbesucher, die den Umbau ihrer liebgewonnenen Sommerspielstätte in den letzten Monaten mit gemischten Gefühlen beobachtet haben, betreten erstaunt den ein­drucks­vollen Ort, der hier entstanden ist: Das hohe Glasdach erzeugt ein grandioses Raum­gefühl – einst vermauerte Fenster und Wandbereiche geben nun wieder den Blick nach draußen frei und schaffen neben der gemüt­lichen Ruinen-Rustikalität eine lichte Trans­parenz.

Dieser Spannungsbogen zwischen Tradition und Zeitgeist in der neuen St. Pauli Ruine findet sich auch im diesjährigen Spielplan wieder: Mit zwei Neuinsze­nie­rungen bringt Intendant Jörg Berger die lebendige Theatralik der Commedia dell’arte sowie deutsche Gegen­warts­dramatik mit aktuellen Bezügen auf die Bühne.

Zur Eröffnungspremiere „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni/ Peter Turrini am 26. Mai werden das Ensemble der St. Pauli Ruine und sein Publikum diesen großartigen Raum wieder in Besitz nehmen und mit Spiel- und Lebens­freude füllen. Mit 100 geplanten Vorstellungen, verbesserter technischer Infrastruktur und einem ausgeklügelten Belüftungs­system soll es 2012 ein qualitativ hochwertiges Angebots­spektrum geben. Anwohner­freundlich und barrierefrei bietet die Theaterruine dann ca. 250 Sitz- bzw. 400 Stehplätze für verschiedenste Veranstaltungen.

Es steht eine aufregende Spielzeit bevor, in der sowohl auf als auch hinter der Bühne wieder kräftig improvisiert werden wird. Eins ist sicher: Hier wird kein „Theater unter Glas“ zu erleben sein – dafür leiden­schaftliches Theater­spiel mit Herzblut und Humor, berührende Konzerte und außergewöhnliche Events – und das ab jetzt bei jedem Wetter!

Quelle: St. Pauli Ruine/Öffentlichkeitsarbeit

Einen ausführlichen Bericht sehen Sie im Video. +++

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