Vorlesetag in Dresden

Dresden - Der bundesweite Vorlesetag ist seit 2004 Deutschlands größtes Lesefest. Jeden dritten Freitag im November setzt die Aktion ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und begeistert Kinder und Erwachsene für Geschichten. 

Mitmachen ist ganz einfach: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, schnappt sich eine Geschichte und liest anderen etwas vor. Bei der Frage, wie die eigene Vorleseaktion gestaltet wird, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Viele Aktionen finden in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen statt. Aber auch ungewöhnliche Vorleseorte sind beliebt: Von der Gefängniszelle, dem Tierpark, Museen, Planetarien, bis hin zu Lesungen in der Fußgängerzone ist alles mit dabei.

Von Jahr zu Jahr  sind mehr Menschen begeistert und greifen zu einem Buch um anderen vorzulesen. Als die Idee für den Aktionstag vor 16 Jahren geboren wurde, beteiligten sich gerade einmal 1.900 Menschen. Mittlerweile sind es über 680.000 Teilnehmende, die in ganz Deutschland vorlesen und zuhören.

Auch Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) beteiligt sie sich dieses Jahr wieder in dem Dresdner Kindergarten "Lilabo" in Dresden-Pieschen. Das Buch, für das sich Barbara Klepsch entschieden hat, handelt von zwei kleinen Spinnen in der Winterzeit, die dann alles entdecken, vom ersten Schnee bis zu Plätzchen backen. 

Selbst ließt Sachsens Sozialministerin auch gern und viel, wenn es die Zeit zulässt. Vor allem Krimis haben es ihr angetan. Auch fürs regelmäßige Vorlesen macht sie sich stark. Denn damit entdecken Kinder den Spaß am Lesen, zudem unterstützt es die Kleinen selber Lesen zu lernen. "Also ich glaube es gibt nichts wichtigeres als mit Kindern zu lesen, Kinder dann auch selber dafür zu begeistern Spaß und Freude am Lesen zu entdecken.", so Klepsch.

Ein weiteres Thema, das die Ministerin zur Zeit beschäftigt, ist die soeben vom Bundestag beschlossene Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen.

"Ich glaube es ist wichtig, dass man jetzt Klarheit hat. Masern sind keine Kinderkrankheit, sondern wer an Masern erkrankt, kann schwerwiegende Spätfolgen davontragen. Für mich ist es wichtig, dass dadurch wirklich eine hohe Impfquote erreicht wird.", führt die Sozialministerin aus. 

Das Masernschutzgesetz sieht diese Regelungen bereits ab März vor, beinhaltet aber auch Übergangsfristen bis zum Juli 2021.