Vorsicht vor Sonnenstich und Hitzschlag

Chemnitz- Die sommerlichen Temperaturen treiben aktuell selbst Frostbeulen den Schweiß auf die Stirn.

Die Freibäder freuen sich, viele andere haben jedoch mit der Hitze zu kämpfen und sind verzweifelt auf der Suche nach etwas Abkühlung. Kreislaufprobleme sind nur eine Folge der Hitze.

Gerade beim ausgelassenen Toben in der Sonne oder bei der Arbeit im Garten kann es schnell zum Sonnenstich oder sogar zum Hitzschlag kommen. Das DRK erklärt die Unterschiede und woran man Sonnenstich und Co. erkennt.

Symptome

Sonnenstich

  • bezieht sich auf den Kopfbereich
  • Erhitzung des Nackenbereichs und der Kopfhaut
  • dadurch Schwindel, Übelkeit, allgemeine Grippe-Symptome
  • Symptome können auch erst nach Stunden auftreten

Hitzeerschöpfung

  • bezieht sich auf den kompletten Körper
  • aufgrund zu viel Bewegung oder falscher Kleidung hoher Schweißverlust des Körpers, dementsprechend Wasser- und Salzverluste
  • allgemeine Krankheitssymptomatik
  • starkes Durstgefühl

Hitzschlag

  • Erhöhung der Körperkerntemperatur auf bis zu über 40 Grad
  • entweder als Resultat aus der Hitzeerschöpfung, wenn der Körper die Schweißproduktion einstellt
  • oder keine Schweißproduktion, dann trockne und heiße Haut
  • gerötete Haut

Gegenmaßahmen

  • in den Schatten gehen, raus aus der Sonne
  • für Kühlung sorgen, zum Beispiel mit feuchten Tüchern an den Pulsregionen (Händen, Hals- und Nackenbereich)
  • etwas trinken (Apfelschorle ggfs. mit etwas Salz oder Wasser mit Orangensaft und etwas Salz)

Gerade mit einem Hitzschlag ist nicht zu scherzen. Durch die starke Erhöhung der Körpertemperatur kann das Ganze schnell lebensbedrohlich werden. Stellen Sie also die typischen Symptome eines Hitzschlags fest, sollten Sie unbedingt den Notarzt rufen und bis zum Eintreffen erste Hilfe Maßnahmen einleiten.

Nicht nur die Natur ächzt unter den aktuellen Temperaturen. Besonders Risikogruppen sollten im Sommer auf sich Acht geben. Dazu gehören neben Kindern auch Personen mit Herzkreislauferkrankungen. Aber auch Senioren sind besonders gefährdet. Wir haben bei der Knappschaft nachgefragt, wie sich diese am besten schützen sollten.

Tipps

  • ausreichend trinken (chronisch kranke Menschen sollten die Trinkmenge mit dem Arzt absprechen)
  • Kopfbedeckung tragen
  • Mittagssonne meiden
  • auch große Menschenansammlungen vermeiden, da Luftstaus entstehen können
  • früh aufstehen und Besorgungen am besten morgens erledigen
  • Spaziergänge am Abend
  • immer etwas zu trinken dabei haben

Um nicht noch mehr ins Schwitzen zu kommen, wirken ein Eis oder ein Besuch des Freibades wahre Wunder. Für diejenigen, die auf Arbeit sitzen und nicht einfach ins kühle Nass springen können, gibt es aber auch einfache Tipps und Tricks, mit denen der Alltag im stickigen Büro erleichtert werden kann.

Weitere Tipps gegen die Hitze

  • mindestens 2 Liter Wasser am Tag trinken, alternativ heißer Kräutertee
  • kalte Getränke meiden, da diese die Wärmeproduktion im Körper noch zusätzlich anregen
  • leichtes Essen
  • helle, leichte Kleidung

Laut Deutschem Wetterdienst geht das Schwitzen noch etwas weiter. Die Sonne zeigt sich noch bis zum Wochenende von ihrer besten Seite.