Vortrag über Gertrude Bell im Verkehrsmuseum

Dresden - Am 3. April veranstaltet das Verkehrsmuseum Dresden einen Vortrag über Gertrude Bell. Die Veranstaltung ergänzt die aktuelle Ausstellung zur Bagdadbahn.

Die Biographie der Engländerin Gertrude Bell – oft auch der „weibliche Lawrence von Arabien“ genannt – ist einzigartig. Sie studierte als eine der ersten Frauen Geschichte in Oxford, lernte Persisch und Arabisch, bildete sich in Paris zur Archäologin aus und reiste in den Orient.

Als unschätzbare Orientkennerin wurde sie im ersten Weltkrieg vom britischen Geheimdienst in Kairo und Bagdad eingesetzt, der auch Informationen über die Bagdadbahn sammelt. Bell begegnete dabei mehrmals dem Dresdner Bauingenieur Heinrich August Meißner, der in leitender Funktion am Bau der Bagdadbahn mitwirkte.

Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reichs half sie als Orientsekretärin der Briten und Beraterin des Königs Feisal den Staat Irak aufzubauen. 1922 gründete sie das Archäologische Museum in Bagdad.