VSWG befürwortet Energie- und Klimaprogramm der Sächsischen Staatsregierung

Der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften (VSWG) bezeichnet das Energie- und Klimaprogramm der Sächsischen Regierung als realistisch und ökonomisch vertretbar. +++

Das Kabinett hat das gemeinsam von SMWA und SMUL erarbeitete Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 (EKP) am Dienstag verabschiedet. Neben den konzeptionellen Grundlagen beinhaltet es einen Maßnahmenplan, mit dem die Ziele in Sachsen erreicht werden sollen. Das EKP enthält dazu drei strategische energiepolitische Ziele: Die Effizienz der Energieerzeugung, -verteilung und -anwendung deutlich zu steigern, das Energiesystem zukunftsfähig zu gestalten und innovative Energietechnologien bereitzustellen.

„Mit dem EKP gibt die Staatsregierung ein realistisches, die Energiepotentiale Sachsens berücksichtigendes und für uns ökonomisch vertretbares Konzept vor. Der sparsame und rationelle Umgang mit Energie ist eine der entscheidenden Anforderungen an eine zukunftsfähige Energiepolitik „, so Dr. Axel Viehweger, Vorstand des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG).

Laut EKP gibt es entlang der gesamten Umwandlungskette – von der Erzeugung über die Verteilung bis zur Anwendung von Nutzenergie – Potenziale für die Steigerung der Energieeffizienz. Dabei ist für die Umsetzung entsprechender Maßnahmen die Frage der Wirtschaftlichkeit entscheidend. Betriebswirtschaftlich effizient ist eine Maßnahme erst dann, wenn aufzuwendende Investitionen während der Lebensdauer einer Anlage von den eingesparten Energiekosten übertroffen werden.

Im Freistaat Sachsen gibt es etwa 2.325.000 Wohnungen in rund 790.000 Wohngebäuden. Die Bausubstanz der sächsischen Gebäude ist eine der ältesten im bundesweiten Vergleich. Der energetischen Gebäudesanierung kommt deshalb in Sachsen eine große Bedeutung zuteil. Nach dem EKP unterstützt die sächsische Staatsregierung alle Anstrengungen, die energetische Gebäudesanierungsrate wirksam zu erhöhen. Verpflichtende Vorgaben werden in diesem Bereich jedoch abgelehnt. Es wird dagegen auf Information, Motivation und entsprechende Anreizsysteme für Verbraucher gesetzt. Darüber hinaus fördert der Freistaat die energetische Sanierung von Wohngebäuden.

„Wir befürworten, dass der Freistaat bei der Umsetzung notwendiger Maßnahmen auf die Kooperation mit den verschiedenen Akteuren in Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft setzt und über die konkrete Ausgestaltung in jedem Einzelfall anhand technischer, wirtschaftlicher und nutzungsbedingter Gegebenheiten entscheiden wird.“, erklärt der VSWG-Vorstand.

Weitere wichtige Punkte im EKP sind die Entwicklung und der Ausbau dezentraler Speichermöglichkeiten. In Zukunft wird mehr und mehr dezentral Strom und Wärme aus Biomasse, Biogas, aus Erdwärme und der Sonne erzeugt. Es fehlen aber die erforderlichen Speichermöglichkeiten. „Die Wohnungsgenossenschaften können den produzierten Strom aus steuerlichen Gründen nicht ins Netz einspeisen. Nur der Eigenbedarf ist unschädlich. Dafür werden dringend Stromspeicher gebraucht, die geeignet sind, um nachträglich, beispielsweise im Keller, eingebaut werden zu können. Die aktuellen Lösungen des Marktes sind für Wohnungsgenossenschaften derzeit nicht nutzbar oder zu teuer. Die Unterstützung der Forschung und Entwicklung der Staatsregierung ist ein wichtiger Aspekt“, so Dr. Viehweger.

Der VSWG ist der größte deutsche Verband für Wohnungsgenossenschaften. In ihm sind 229 Wohnungsgenossenschaften organisiert. Sie bewirtschaften rund 13 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes im Freistaat Sachsen.

Quelle: Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V.

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