VSWG verteilt weitere 81.000 Euro aus dem Fluthilfekonto

Axel Viehweger, Vorstand des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V., hat am Mittwoch weitere 81.000 Euro an vier ebenfalls von der Flut geschädigte Wohnungsgenossenschaften übergeben. +++

Nach dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe wurden insgesamt 143.607,50 Euro auf das Fluthilfekonto des VSWG eingezahlt.

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Radebeul eG (GWG Radebeul) erhielt 10.000 Euro. Normalerweise liegt der Pegel der Elbe in der 33.000-Einwohner-Stadt Radebeul bei zwei Metern. Im Juni dieses Jahres kämpfte Radebeul mit einem Pegelstand von ca. acht Metern. Unzählige Helfer errichteten aus Erdmassen zahlreiche Dämme, die jedoch nicht alle den Wassermassen standhielten. Die GWG Radebeul war mit zwei Gebäuden und 13 Wohnungen vom Hochwasser betroffen. Haus- und Gebäudetechnik wurde beschädigt, 13 Keller überflutet. Durch aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Keller muss eine Erdgeschosswohnung nach der Umsetzung der Mieter in eine andere Genossenschaftswohnung komplett saniert werden. Der Schaden beläuft sich auf ca. 180.000 Euro. Christine Rudloff, Vorstand der GWG Radebeul eG, nahm den Scheck dankend entgegen und versicherte, dass die finanzielle Unterstützung dringend gebraucht wird.

Die Wohnungsgenossenschaft Neustadt/Sachsen eG bekam einen Scheck in Höhe von 20.000 Euro überreicht. Hier beläuft sich die Schadenssumme auf 900.000 Euro, da 16 Erdgeschosswohnungen kern- sowie 70 Kellerräume, die Außenanlagen und Fassaden saniert werden müssen. Betroffen waren zwei Objekte mit insgesamt 64 Wohnungen in der Dresdner Straße 10-14 sowie 16-24 in Bad Schandau. „Wir danken allen, die auf das Fluthilfekonto des VSWG eingezahlt haben, für diese großartige Unterstützung und besonders unserem Verband für diese Aktion“, so Michael Schweizer, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Neustadt/Sachsen eG.

Einen Scheck in Höhe von 50.000 Euro nahm dankend Hartmut Trübenbach, der geschäftsführende Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Heidenau eG, entgegen. In 25 Häusern stand im Juni das Wasser in den Erdgeschosswohnungen. Hinzu kamen weitere 15 Häuser, in denen die Keller geflutet waren. Insgesamt waren damit fast 20 Prozent des gesamten Bestandes der Genossenschaft mehr oder weniger vom Hochwasser betroffen. Allein 40 Wohnungen mussten in der Wasser-, Wiesen- und Pillnitzer Straße geräumt werden und Ausweichwohnungen in beschränktem Umfang bereitgestellt bzw. organisiert werden. Aufgrund umfangreicher Instandsetzungsarbeiten konnten bereits 12 zwangsweise umgesiedelte Mieter wieder in ihre renovierten Wohnungen zurückkehren.

18 weitere folgen zeitnah im November. Von den 10 verbleibenden Leerwohnungen konnten bereits 5 wieder an neue Mieter vergeben werden. „In Erinnerung werden aber vor allem die vielen persönlichen Schicksale bleiben und der individuelle Umgang mit diesen. Wir freuen uns sehr, dass wir Geld aus dem Fluthilfekonto zur Schadensbeseitigung erhalten und möchten an dieser Stelle der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass die Stadt, die Landestalsperrenverwaltung Sachsen und alle betroffenen Grundstückseigentümer eine gemeinsame Lösung mit vertretbarem finanziellen Aufwand finden, um ihre Grundstücke zukünftig vor Überschwemmungen der Dimension von 2002 und jetzt 2013 wirksam schützen zu können“, appellierte Vorstand Hartmut Trübenbach.

Die Wohnungsgenossenschaft Schmiedeberg eG erhielt einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro aus dem Fluthilfekonto überreicht. Der 134 Wohnungen besitzenden Genossenschaft entstand ein Schaden von 16.000 Euro. Der Kellerbereich des Wohnblockes Tal Naundorf 36-39 mit 32 Wohnungen wurde durch Wassereintritt des Wassers der Roten Weißeritz und in Verbindung mit dem Überlaufen der Hauptsammler in der Bundesstraße 170 geflutet. Die Kellereingänge und einzelne Keller im Haus standen einen halben Meter unter Wasser.

Die Beseitigung des Wassers erfolgte vor allem durch die Hausbewohner durch ständiges Abpumpen und Schöpfen von Wasser in einem regelrechten „Schichtrhythmus“. Dabei galt das Hauptaugenmerk den Heizräumen mit der Vorsorge zum Erhalt einer funktionsfähigen Heizanlage. Die Wohnblöcke Naundorf-Siedlung 40-43 sowie 24/25 wurden durch das Wasser aus dem Dorfbach und der übersättigten Weide geflutet. „Hier müssen die Keller und Fundamentbereiche wieder instandgesetzt werden. Dafür können wir das Geld aus dem Fluthilfekonto sehr gut gebrauchen“, so Hans-Heiko Franz, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Schmiedeberg eG.

Quelle: VSWG
Bild: Scheckübergabe GWG Radebeul (v.l.n.r.): Christine Rudloff (Vorstand der GWG Radebeul), Dr. Axel Viehweger (Vorstand des VSWG) und Petra Schönberg (Prokuristin der GWG Radebeul)