Vuvuzela-Alarm auch in Chemnitz

Chemnitz, 14. Juni – Am Eröffnungswochenende der Fußball Weltmeisterschaft waren sie Thema Nr. 1: die Vuvuzelas.

Die ohrenbetäubenden Tröten nerven die Fernsehzuschauer und bei den meisten Public-Viewing-Veranstaltungen sind sie bereits verboten. „Anders sieht das bei privaten WM-Partys aus“, weiß Brigitte Kießlich vom HörGut Hörzentrum in Chemnitz. Schon am Montagmorgen berichteten ihr Kunden und Freunde, dass kaum jemand beim ersten Deutschland-Spiel in privater Runde von Vuvuzelas verschont geblieben ist. Dabei ist das afrikanische Fan-Utensil für das menschliche Gehör eine echte Gefahr – ob privat oder im Stadion.

Eine Vuvuzela in unmittelbarer Nähe des Ohres erreicht einen Schalldruck von mehr als 120 Dezibel. „So laut ist ein startendes Flugzeug“, erklärt Akustikermeisterin Kießlich. Das schmerze nicht nur die Ohren, sondern kann sie auch irreparabel schädigen, so Kießlich weiter. Ab einer dauerhaften Lautstärke von 85 Dezibel geht man davon aus, dass sich das Hörvermögen vermindert. Eine weitere Folgen kann Tinnitus sein. Erste Anzeichen für eine Beeinträchtigung sind Lautverschiebungen. „Vuvuzela klingt dann sehr schnell wie Uwe Seeler“, sagt Brigitte Kießlich.

Wer beim gemeinsamen Fußballschauen die Vuvuzelas nicht ausschließen kann, dem empfiehlt Kießlich Gehörschützer, wie sie von den Fans in Afrika nach den ersten lauten Spielen auch eingesetzt werden. Sie dämpfen die Lautstärke um bis zu 30 Dezibel. Wer wissen möchte, wie es um sein Hörvermögen bestellt ist, dem bietet Kießlich auch während der Weltmeisterschaft an, ein kostenloses Hörprofil zu erstellen.

Quelle: HörGut GmbH

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