Vuvuzelas erobern das Public Viewing auch in Leipzig und spalten zugleich die Fußballfans

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) rät Menschen mit Asthma bronchiale davon ab, das südafrikanische Blasinstrument „Vuvuzela“ zu benutzen.

Sie ist ohrenbetäubend laut und spaltet die Fußballwelt in zwei Lager. Wenn tausende Fans in den südafrikanischen WM-Stadien gleichzeitig in ihre „Vuvuzela“ blasen, klingt das wie ein riesiger Hornissenschwarm. Für die einen ist die Tröte das beste Mittel zum Anfeuern der eigenen Mannschaft, andere Fans stört die ständige Geräuschkulisse, weil dadurch Stadiongesänge kaum noch zu hören sind. Asthmatiker in den WM-Arenen oder hierzulande beim Public Viewing sollten auf jeden Fall auf das Trötenspiel verzichten, da ihre Bronchien bei dieser Belastung empfindlich reagieren könnten: „Die häufigere Benutzung der Vuvuzela kann bei Asthmatikern vorübergehend zu einer Atemwegsverengung und zu Atembeschwerden führen“, sagt Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Lungenexperte der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF). „Ein Patiententest hat ergeben, dass der Asthmatiker schon nach dreimaligem, kurzem Hineinblasen in das Instrument 15% weniger Luft pro Sekunde zur Verfügung hatte als vor dem Test.“

Die Vuvuzela – Ikone des südafrikanischen Fußballs
Das trompetenförmigen Blasinstrument gehört seit den 90er Jahren zum südafrikanischen Fußball wie in Europa die La-Ola-Welle. Vuvuzelas können bis zu einen Meter lang sein, bestehen meist aus Plastik oder Blech und klingen einzeln gespielt wie das Trompeten eines Elefanten. Die Tonhöhe bestimmt man durch den Blasdruck, der unterschiedliche Lippendruck variiert die Töne. Noch bei einem Abstand von einem Meter zum Instrument kann ein Schalldruckpegel von rund 120 dB wirken, das entspricht in etwa der Lautstärke in der näheren Umgebung eines startenden Düsenjets.  

+++ Über weitere mögliche Schäden, die die Vuvuzelas verursachen und ob auch über ein Verbot in Leipzig nachgedacht wird, berichtet LEIPZIG FERNSEHEN am Dienstagabend in der Drehscheibe Leipzig ab 18 Uhr stündlich. +++