-w- Oper Leipzig startet mit Publikumsmagneten ins neue Jahr

Zur Einstimmung auf die finalen Teile von Wagners „Ring des Nibelungen“ zeigt die Oper Leipzig im Januar nochmals die erfolgreichen Werke „Das Rheingold“ und „Walküre“. +++

Die ersten beiden Teile der Tetralogie von Wagners „Ring des Nibelungen“ gehörten zu den erfolgreichsten Stücken der letzten Spielzeiten an der Oper Leipzig. Mit einer Auslastung von durchschnittlich 90 Prozent waren „Das Rheingold“ und „Walküre“ zurecht wahre Publikumslieblinge.

Im Januar zeigt die Oper Leipzig die Wagner-Stücke nun erneut, um Wagnerianer und generell Opernfreunde auf die im Frühjahr 2015 kommende Premiere „Siegfried“ sowie die Premiere „Götterdämmerung“ im April 2016 einzustimmen. „Johannes Brahms sagte, es sei keine Musik, sondern eine Idee. Wagners Ring wimmelt von solchen Ideen und tiefgründigen Veränderungen der bisherigen Musiksprache“, so der Wagner-Experte und Intendant der Oper Leipzig, Prof. Ulf Schirmer.

Das „Rheingold“ bildet dabei den Auftakt zu Richard Wagners Opus Magnum. Die Erschaffung des Ringes, der langsame Sturz der Götter und das Aufbegehren der Menschen gegen sie – das sind die Themen des ersten Teils. „Walküre“ hingegen konzentriert sich stärker auf seine Charaktere, überzeugt dabei aber auch mit den wohl bekanntesten Musikthemen in Wagners Werk.

„Walküre ist wahrscheinlich die populärste Oper des Ringzyklus. Musikalisch gesehen sind da hervorragende Highlights drin und ich weiß, dass das beim Publikum sehr populär ist“, schwärmt Rosamund Gilmore, die Regisseurin beider Werke.

Die zwei kommenden Teile der Tetralogie werden das epische Werk des Leipziger Meisterkomponisten vervollständigen und dabei thematisch auch wieder das aufgreifen, was mit den bisherigen Stücken angefangen wurde. „Die Gesamtkonzeption des Rings pflegt irgendwo ja auch noch die Idee der Revolution. Jetzt konzentriert auf die Figur des Siegfried. Dann wird tragisch diese Revolution quasi beerdigt, aber die Idee von Umsturz, Neuschöpfung, Neuordnung durchzieht ja auch dieses gewaltige Werk“, so Prof. Schirmer weiter.

Mit einer Laufdauer von drei bis fünf Stunden zählen sowohl das „Rheingold“ als auch „Walküre“ sicherlich zu den Opern, die auf den ersten Blick nur etwas für eingefleischte Wagnerianer sind. Doch auch Neulinge sollten die Chance im Januar nutzen und sich von der Ring-Saga begeistern lassen. Davon ist auch Rosamund Gilmore überzeugt: „Man wird nicht als Wagnerianer geboren, man muss es werden. Sein musikalischer Kosmos hat Hand und Fuß. Und wenn man sich darauf einlässt, dann kann ich garantieren, dass es nicht langweilig wird.“

Ob man nun komplett neu in den Wagner-Kosmos eintauchen will oder sich einfach erneut von der Kraft der Werke begeistern lassen möchte – die Vorstellungen in der Oper Leipzig am 17. und 18. Januar sind die ideale Gelegenheit dafür, die Wartezeit auf die finalen Opern „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ bestens zu überbrücken.