-w- Sachsen-Erlebnistour 2011

Der Oldtimerclub Chemnitz hat am letzten Wochenende die Sachsen-Erlebnistour 2011 veranstaltet.

Angemeldet hatten sich rund 60 Teilnehmer, deren Beifahrer und Helfer mit einer bunten Mischung aus 2- und 4-Radfahrzeugen. In den Fahrzeugen stecken jede Menge automobile Geschichte und Geschichten der Restauratoren. Die Schmuckstücke sind meist langjähriger Familienbesitz, der lediglich vererbt, aber immer liebevoll gepflegt wird. Die Besitzer wollen keine chromblitzenden Wunderwerke, sondern Originalität bis ins Detail. Es dauert meist Jahre um die geschichtlichen Erbgutträger des Automobilbaus in alter Schönheit wieder zum Leben zu erwecken. Doch die Ergebnisse rechtfertigen den Aufwand und die ausgefüllte Freizeit.

Passend zu diesem Chemnitzer Event war das älteste Fahrzeug ein Wanderer aus dem Jahre 1924, gebaut in den Schönauer Wandererwerken. Das Puppchen genannte Auto hat ganze 15 PS und muss ohne Vorderradbremsen durch den hektischen Straßenverkehr der Moderne gesteuert werden.

Interview: Dieter Frech

Die Tour führt in diesem Jahr von Grüna nach Chemnitz, über den Adelbergturm zum Goldenen Hahn, weiter nach Burkhartsdorf und zurück nach Grüna. Am Start in mussten die Teilnehmer eine erste von insgesamt 6 Wertungsprüfung absolvieren. Mit Geschick und Augenmass müssen die Kapitäne der Landstraßen Zentimetergenau an Hindernisse heranfahren. Die Wertungsrichter nehmen ihren Job mit speziellen Messmitteln sehr ernst.

Unterwegs waren Durchfahrtskontrollen eingerichtet. Hier gilt es einen Stempel auf die Punktekarte zu bekommen, ohne gibt es Minuspunkte in der Endabrechnung. Die Fahrzeuge wurden sehr vorsichtig durch den Stadtverkehr gesteuert. Man spürte den Respekt aller Verkehrsteilnehmer.

1. Etappenziel war der Rote Turm in der Chemnitzer Innenstadt. Hier Empfing Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig die Teilnehmer höchstpersönlich und gab außerdem das Signal für den Start zur nächsten Etappe.

Interview: OB Barbara Ludwig

Nach diesem großartigen Empfang gingen die Teilnehmer wieder auf die Strecke und lebten ihr Hobby aus. Auch ein Regenschauer konnte die gute Laune nicht drücken. Auf der gesamten Tour gab es weder Un- noch Ausfälle technischer Natur. Lediglich Betriebsflüssigkeiten mussten ersetzt werden.

Interview: Dieter Frech

Am Ende wurden noch die Pokale für die verschiedenen Wertungskategorien verteilt. Beeindruckend war das auch die Beifahrer, meist Ehefrauen, für ihr Engagement und Verständnis für das Hobby geehrt wurden.

Interview: Thomas Günther