Wackerbarth startet Rekord-Weinlese

Dresden -  In diesem Jahr startet die Weinlese in Sachsen so früh wie noch nie. Bereits am 6. August ernten die Winzer von Schloss Wackerbarth die ersten Trauben des 2018er-Jahrgangs in der barocken Anlage des Erlebnisweinguts. Möglich machen dies der warme Frühling und Sommer, durch den die sächsischen Trauben einen Reifevorsprung von rund drei Wochen besitzen: Im April zählte Sachsen mit über 250 Sonnenstunden zu den wärmsten und sonnenreichsten Regionen Deutschlands.

Der Mai war im Elbtal ebenfalls sehr warm, sonnenreich und trocken. Dadurch fand die Blüte der Reben bereits Ende Mai und damit rund drei Wochen früher als üblich statt.  Diesen Vorsprung konnten die Reben dank des warmen und sonnigen Sommers bis jetzt halten. Die frühreifen Rebsorten besitzen damit bereits Anfang August die gewünschten Qualitäten.

Traditionell beginnt die Weinlese auf Schloss Wackerbarth mit der Rebsorte „Solaris“. Durch ihre fruchtigen Aromen eignet sich diese 1975 am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg gezüchtete Weißweinsorte besonders gut für Federweißen, aber auch als aromatischer Cuvéepartner.

© Sachsen Fernsehen
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Die ersten Goldriesling-Trauben – eine Rebsorte, die in diesem Jahr ihren 125. Geburtstag feiert und heute nur noch in Sachsen angebaut wird – sowie die ersten Trauben der roten Sorte Frühburgunder lesen Wackerbarths Winzer in diesem Ausnahmejahrgang bereits ab Mitte August.

„Grundsätzlich schätzt die Weinrebe für ihr Wachstum und die Reife der Trauben ein warmes und sonniges Klima mit moderaten Niederschlägen. Durch eine angepasste Bewirtschaftung unserer Weinberge haben wir die Reben dabei unterstützt, die besonderen Witterungsbedingungen in diesem Jahr erfolgreich zu meistern: Neben der zusätzlichen

Bewässerung der Reben in den Steillagen sowie Junganlagen, gehören dazu auch eine individuell angepasste Bodenbearbeitung sowie eine aufwendige Pflege der Laubwand“, erklärt Till Neumeister, Weinbauleiter von Schloss Wackerbarth.

© Sachsen Fernsehen
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„Dank dieser Maßnahmen sind unsere Reben gut durch das bisherige Weinjahr gekommen. Die Trauben sind gesund und präsentieren sich in einem guten Zustand“, fasst Till Neumeister zusammen. „Daher gehen wir von einem qualitativ und quantitativ ausgewogenen Jahrgang aus. Für verlässliche Prognosen ist es jedoch noch immer zu früh. Denn die kommenden Wochen sind auch in diesem Jahr entscheidend für die Erntemenge und den Geschmack der Trauben.“