Während Pegida-Demonstration brennen Autos

Auf der Pieschener Allee brannten elf Autos, größtenteils von Pegida-Anhängern. Auf der Prager Straße kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen deutschen und ausländischen Personen.

Bericht der Polizei vom 25.1., 22.15 Uhr

Die Polizeidirektion Dresden sicherte heute Abend mehrerer Versammlungen in der Innenstadt ab. Ab 18.00 Uhr hatten sich unter dem Motto „Dresden, ist gut, mensch“ Teilnehmer zur Versammlung der GEpIDA auf dem Postplatz eingefunden. Während der Auftaktkundgebung, gegen 19.40 Uhr, wurde aus der Versammlung heraus ein Nebeltopf gezündet.

Zu dem Zeitpunkt passierte der Aufzug des Pegida Fördervereins e.V. den Postplatz. Verletzt wurde niemand. Ein sich anschließender Aufzug führte ab 20.10 Uhr über die Wilsdruffer Straße, Schloßstraße zum Schloßplatz. Nach einer dortigen Zwischenkundgebung führte der Aufzug auf einer geänderten Route über die Augustusbrücke, Meißner Straße, Hainstraße bis zum Schlesischen Platz, wo die Versammlung gegen 21.40 Uhr endete.

Die Versammlung des Pegida Fördervereins e.V. unter dem Motto „Gewaltfrei gegen Glaubenskriege“ begann gegen 18.45 Uhr auf dem Theaterplatz. Gegen 19.15 Uhr begann ein Aufzug über die Sophienstraße, Postplatz, Wilsdruffer Straße, Seestraße, Dr.-Külz-Ring, Wallstraße Postplatz, Sophienstraße wieder zum Theaterplatz.
 
Gegen 20.30 Uhr endete die Versammlung nach einer Abschlusskundgebung. Gegen 19.45 Uhr ging ein Notruf bei der Polizeidirektion Dresden, wonach auf der Pieschener Allee mehrere Fahrzeuge brennen würden. Einsatzkräfte stellten letztlich elf beschädigte Fahrzeuge fest. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Bei den Fahrzeugnutzern handelte es sich in erster Linie um Teilnehmer der Versammlung des Pegida Fördervereins e. V.

Angaben zur Schadenshöhe sind gegenwärtig nicht möglich. Gegen 20.20 Uhr kam es auf der Prager Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren deutschen und ausländischen Personen. Einsatzkräfte stellten sechs deutsche Männer im Alter zwischen 31 und 53 Jahren fest, die an der Auseinandersetzung beteiligt waren. Die beteiligten Ausländer konnten nicht angetroffen werden. Was sich genau ereignete hat, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Die Polizei hat ein Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet.

Insgesamt waren heute 279 Polizeibeamte im Einsatz.