Wagners 200. Geburtstag und der Ruf vom Judenhasser

Leipzig steckt mitten in den Feierlichkeiten, doch nicht jeder freut sich über das neue Richard Wagner Denkmal am Promenadenring. +++

Denn der Bild-Inhalt des Denkmals ist auch der Anlass zahlreicher Diskussionen. Schatten und Dunkelheit sind die angeschnittenen Themen. Die Frage, die im Raum steht lautet: Darf man einen Mann ehren, der als großer Verfechter des Antisemitismus gilt?

Die Skulptur des Bildhauers Stephan Balkenhol zeigt einen kleinen Mann, einen jungen Richard, überragt von seinem eigenen, gewaltigen Schatten. Ein dunkler Fluch lastet auf ihm, den selbst die Zeit nicht aufheben kann.

Speziell geht es bei der Kritik um den 1850 von Richard Wagner veröffentlichten Aufsatz „Das Judentum in der Musik“, der dem nationalsozialistischen Antisemitismus Jahre später als Wegbereiter diente.

Dieses dunkle Kapitel seines Lebens lässt Wagner auch heute nicht mehr los und verfolgt ihn bis in die Gegenwart. Dies vermittelt auch das neue Richard Wagner Denkmal und regt damit zum Nachdenken und sicher auch zum streiten an…

Im Videobeitrag sehen Sie die Enthüllung der neuen Skulptur und hören die kritischen Stimmen zur Rolle Wagners im Kontext der deutschen Geschichte.