„Wahl des Bundespräsidenten ist Gewissensentscheidung“

Joachim Gauck oder Christian Wulff? Die FDP-Landtagsfraktion hat in ihrer Sitzung eine Liste von Kandidaten für die anstehende Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten aufgestellt. Nach der Konsultation des Landesvorstands und des Landesparteirats der FDP Sachsen am Donnerstg hat die Landtagsfraktion nun entschieden, den Vertretern in der Bundesversammlung keine Wahlempfehlung auszusprechen.

Das Gremium der Parteibasis hatte sich gestern mit überwältigender Mehrheit für den Kandidaten Joachim Gauck ausgesprochen, den Vertretern der sächsischen FDP in der Bundesversammlung aber ausdrücklich keine Wahlempfehlung ausgesprochen.

Der Sächsische Landtag wird kommende Woche insgesamt 34 Vertreter wählen. Die FDP-Fraktion nominiert Holger Zastrow (Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und der FDP Sachsen), Torsten Herbst (Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion und Generalsekretär der FDP Sachsen), Tino Günther (stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und der FDP Sachsen), Prof. Dr. Andreas Schmalfuß (3. Vizepräsident des Sächsischen Landtags und stellvertretender Vorsitzender der FDP Sachsen) und Kristin Schütz (stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion).

„Die Wahl des Bundespräsidenten ist angesichts zweier sehr respektabler und geeigneter Kandidaten – Christian Wulff und Joachim Gauck – für jeden Wahlmann und jede Wahlfrau eine Gewissensentscheidung. Diese Entscheidung durch parteitaktische Erwägungen und die Stimmung des Moments zu beeinflussen, würde dem Amt des Bundespräsidenten nicht gerecht.

Die über die Kandidaten Wulff und Gauck geführte breite Debatte hat unserer Gesellschaft gut getan. Respektvoll, völlig frei und auf hohem Niveau werden die Kandidaturen abgewogen. Deutschland diskutiert darüber, wer der bessere Präsident wäre, nicht darüber, wer wen aufgestellt hat.“, so Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag.