Wahlkampf-Endspurt – Ministerpräsident Tillich besucht Leipziger Kirow-Werke

Der ehemalige volkseigene Betrieb soll als leuchtendes Beispiel für Sachsens Wirtschaft dienen. Mitarbeiter von Heidelberg Druck nutzen die Gelegenheit um auf sich aufmerksam zu machen. +++

Am Freitagvormittag verschaffte sich Tillich gemeinsam mit CDU-Landtagskandidat Sebastian Gemkow einen Eindruck über die Produktpalette des ehemaligen volkseigenen Betriebes. Die jetzige Kirow Ardelt GmbH hat in Leipzig 230 Mitarbeiter, ist Weltmarktführer bei Eisenbahnkranen und produziert u.a. auch Transportsysteme für Werften. Außerdem betreibt sie zusammen mit den Leipziger Verkehrsbetrieben den ehemaligen Leoliner Fahrzeugbau, der die gleichnamigen Straßenbahntriebwagen herstellt. Ministerpräsident Tillich sprach von einer Vorbildfunktion für den gesamten Freistaat:Allerdings zeigte sich bei Tillichs Besuch auch eine andere Seite der Wirtschafts-Medaille. Vor den Kirow – Werken machten die Mitarbeiter von Heidelberg Druck auf sich aufmerksam. Der Mutterkonzern will den Standort Leipzig im Gewerbepark-Nordost komplett schließen. Etwa 250 Jobs würden dann wegfallen. Tillich sprach mit den Betroffenen und dem Betriebsrat und versprach sich für den Erhalt des Standorts einzusetzen, auch wenn das nicht einfach wird.Nach weiteren Terminen in Leipzig machte sich Tillich schließlich wieder auf den Weg in die Landeshauptstadt Dresden, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihn wartete.