Waldschäden durch Wild gestiegen

Laut Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich hat der Wildverbiss durch Rehe und Hirsche an Knospen und Trieben junger Waldbäume wieder zugenommen.

Im Vergleich zur vorherigen Schadenserhebung von 2003 hat die sachsenweite Bestandsaufnahme 2006 einen erheblichen Anstieg abgefressener Leittriebe von durchschnittlich zwölf auf 18 Prozent ergeben. Besonders betroffen davon sind Laubbäume, bei denen mittlerweile jeder vierte Baum geschädigt ist.
Tillich appelliert daher an alle Jäger, in ihren Anstrengungen zur Bejagung nicht nachzulassen. Der notwendige Waldumbau in artenreiche, stabile, leistungsfähige und an den Klimawandel angepasste Mischwälder erfordere eine verträgliche Wilddichte.
Er gehe davon aus, dass die negative Trendumkehr in den ansonsten seit 1995 stetig besser gewordenen Ergebnissen nur ein vorübergehendes Phänomen ist.
Schälschäden, die durch das Benagen der Rinde von den Baumstämmen vor allem durch das Rotwild verursacht werden, sind zurückgegangen, liegen aber noch auf einem zu hohen Niveau. Das bedeutet für Waldbesitzer wirtschaftliche Verluste.

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