Waldschlößchenbrücke entlastet den Verkehr auf der Albertbrücke

Etwa 25.000 Fahrzeuge queren seit der Eröffnung im August täglich die Waldschlößchenbrücke. Damit werden die anderen Dresdner Elbebrücken entlastet. Vor allem die marode Albertbrücke. Hier ging der Verkehr um eta 12.000 Fahrzeuge zurück. +++

Im Zusammenhang mit der Eröffnung bzw. Fertigstellung des Verkehrszuges Waldschlößchenbrücke wurde seitens der Bewohnerinnen und Bewohner in den südöstlich der Waldschlößchenbrücke (WSB) gelegenen Wohngebieten das massive Auftreten von  sogenanntem „Schleichverkehr“ vermutet, u.a. aufgrund des unbefriedigenden Zustandes von Straßenzügen im Hauptverkehrsnetz. Mit der Freigabe der Waldschlößchenbrücke (WSB) haben sich Schwachstellen gezeigt: die Kreuzung Königsbrücker Straße/Stauffenbergallee und der Bereich Fetscherstraße/Blasewitzer Straße. Für den Ausbau der Fetscherstraße liegen Vorplanungen vor. Wann es weiter geht, steht nicht fest. Allerdings ist die Fetscherstraße vor Inbetriebnahme der Waldschlößchenbrücke für den zu erwartenden Verkehr ertüchtigt worden.

Sanierung Fetscherstraße
zwischen Stübelallee und Fetscherplatz
607 TEUR zwischen Fetscherplatz und Blasewitzer Straße 185 TEUR Deckensanierung Fetscherplatz 201 TEUR Fetscherstraße zwischen Blasewitzer Straße und Anschluss WSB 2.458 TEUR 3.451 TEUR

„Mit der Sanierung der Borsbergstraße, zwischen Fetscherstraße und Ludwig- Hartmannstraße haben wir hier eine erste wesentliche Verbesserung erreicht. Im Jahr 2014 rückt die Baustelle dann weiter in den Bereich Junghansstraße bis Ludwig-Hartmann-Straße“, so Baubürgermeister Jörn Marx.

An der Kreuzung Stauffenbergallee/Königsbrücker Straße kommt es häufig zum Stau. Gründe dafür sind die Zufahrten Stauffenbergallee, bedingt durch mehr Verkehr aus und in Richtung Autobahn über die Zuführung Hansastraße und eine gravierende Erhöhung des Kfz-Verkehrs aus Richtung Nord. Das tatsächliche Verkehrsaufkommen wird demnächst ermittelt, damit die Signalisierung überprüft und vorhandene Grünzeiten im angemessenen Rahmen angepasst werden können. Genaue Aussagen können jedoch erst nach „Einschwingen“ der Verkehrsbelegung der Waldschlößchenbrücke in etwa drei Monaten getroffen werden. Grundsätzlich ist nur über einen Ausbau der Kreuzung eine Entspannung zu erreichen.

Als Projektbestandteil der Rekonstruktion der Albertbrücke ist der Bau einer zweiten Linksabbiegespur in der nördlichen Zufahrt der Kreuzung Königsbrücker Straße/Stauffenbergallee geplant. Derzeit wird geprüft, inwieweit diese Baumaßnahme aus dem Bauumfang Albertbrücke herausgelöst und vorgezogen werden kann.
Um Stau an der Fetscherstraße/Blasewitzer Straße einzudämmen, soll voraussichtlich Ende 2014 eine zusätzliche Rechtsabbiegespur aus der Fetscherstraße in die Blasewitzer Straße eingerichtet werden. Der unzureichende Ausbau besonders an der Kreuzung wirkt sich auf den gesamten Verkehrsablauf ungünstig aus. In der südlichen Zufahrt Fetscherstraße kommt es u. a. zu starkem Rückstau durch die vorgelagerten Haltestellen zum einspurigen Stauraum der Ampel, sodass Grünphasen nur unzureichend genutzt werden können.

Welche Maßnahmen wurden schon ergriffen, welche stehen unmittelbar bevor, welche sind weiter geplant?

Nach dem Testbetrieb der verschiedenen Programme der Verkehrssteuerung an der Waldschlößchenbrücke vor Inbetriebnahme hat sich das zurzeit laufende Tagesprogramm als günstig für den Gesamtverkehrsablauf, Wartezeiten und Leistungsfähigkeit erwiesen. Die Koordinierung ist dabei allerdings nur in Richtung Fetscherplatz möglich. Bei dem vorgesehenen Spitzenstundenprogramm mit höherer Umlaufzeit und Grünzeit und Koordinierung in Richtung Brücke kam es zu Problemen besonders für den Kfz-Querverkehr entlang der Blasewitzer Straße. So wurde teilweise durch die in Richtung Ost folgende Fußgängerampelanlage Augsburger Straße mit Eingriffsmöglichkeiten des ÖPNV zur Haltestellensicherung durch den stetigen Zufluss (längere Grünzeit) der Kreuzung Blasewitzer Straße/Fetscherstraße überstaut.
Die Ampelanlagen Fetscherstraße zwischen Pfotenhauerstraße bis Dürerstraße wurden mit  vollverkehrsabhängigen und verkehrsabhängig-koordinierten Programmen für die Signalisierung versorgt, um einen flüssigen Verkehrsablauf zu erzielen.

Diese Steuerung muss an allen Ampelanlagen über einen längeren Zeitraum beobachtet und analysiert werden, da sich nicht sofort mit Inbetriebnahme der Waldschlößchenbrücke alle neuen Verkehrsbeziehungen im Umfeld reguliert bzw. normalisiert haben. Weitere Auswertungen zur Optimierung der Signalisierung sind geplant.

Quelle: Stadt Dresden