Walpurgisnacht: Hexenfeuer vertreiben nicht nur böse Geister

Bei der Organisation der traditionellen Hexenfeuer in der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai müssen einige rechtliche Bestimmungen eingehalten werden. Umweltminister Frank Kupfer weist ausdrücklich darauf hin, dass neben den Polizeiverordnungen der Städte und Gemeinden auch wichtige Vorschriften des Umwelt- und Naturschutzes sowie abfallrechtliche Bestimmungen zu beachten sind.

„Immer wieder wird unsere Natur durch unsachgemäße Großfeuer in Mitleidenschaft gezogen. Dabei kann man schon durch wenige und einfache Grundregeln Pflanzen und Tiere schützen, die Luft sauber halten und trotzdem ein fröhliches Fest feiern“, sagte Umweltminister Kupfer.

So sollte das Holz für die Feuerstelle nicht zu früh, sondern möglichst erst kurz vor dem Abbrennen aufgestapelt werden. „Gerade jetzt im Frühjahr nutzen zahlreiche Insekten, Amphibien, Kleinsäuger und Vögel derartige Holzansammlungen als Unterschlupf oder Nistplatz. Ein Abbrennen dieser mehrere Tage angelegten künstlichen „Habitate“ hätte für die Tiere katastrophale Folgen“, betonte der Minister.

Außerdem sollte auf ein Feuer in der Nähe von sensiblen Biotopen wie Wäldern, Hecken oder Trockenrasen und allen ausgewiesenen Schutzgebieten ganz verzichtet werden, hieß es am Dienstag aus dem sächsischen Umweltministerium.