Wann kippt der Kulki?

Was ist schöner, als an heißen Sommertagen ins kühle Nass zu springen? In Leipzig bieten sich dazu viele Möglichkeiten. Vor allem der Kulkwitzer See lädt zum Baden ein. Noch. Denn der NABU befürchtet, dass sich das ändern könnte…

Dem Kulkwitzer See geht es gut. Die Wasserwerte sind tip-top in Ordnung – das ergab eine Untersuchung, die der Zweckverband Kulkwitzer See in Auftrag gegeben hatte.

Auf lange Sicht sieht der NABU Regionalverband Leipzig die Wasserwerte allerdings in Gefahr.

Denn laut einer Studie des NABUs ist der „Kulki“ übernutzt.

Interview: Karl Heyde – stellv. Vorstandsvorsitzender NABU Leipzig

2/3 des Ufers werden also stark benutzt – genau andersherum sollte es eigentlich sein.
Gutachter des Zweckverbandes Kulkwitzer See fordern, dass 66% der Uferlänge das Potential zur Ausbildung einer Röhrichtzone haben müssen.

Diese Röhrichte fungieren als Biofilter, die zur Selbstreinigung des Sees beitragen.

Möglichkeiten zur Ausbildung solch einer Röhrichtzone bieten derzeit nur rund 38 % der Uferlänge.
Es muss also etwas getan werden.

Interview: Karl Heyde – stellv. Vorstandsvorsitzender NABU Leipzig

Aber das ist leichter gesagt als getan.

Interview: Carina Radon – Zweckverband Kulkwitzer See (Archiv: Ausschnitt Podiumsdiskussion vom 15.07.2010)

Es müssen also viele Aspekte unter einen Hut gebracht werden. Noch weiß die Stadt nicht, wie man zukünftig vorgehen wird. Erst einmal müssen die Ergebnisse weiterer Untersuchungen abgewartet werden. Danach sollen weitere Schritte öffentlich diskutiert werden.