Warnstreik bei Chemnitzer VW-Motorenwerk

Nach Ablauf der Friedenspflicht in der vergangenen Nacht haben am Freitag in Sachsen erste Warnstreiks in der Metallbranche begonnen.

Im Chemnitzer VW-Motorenwerk war die Frühschicht zu einer befristeten Arbeitsniederlegung aufgerufen. Laut IG Metall beteiligten sich rund 350 Kolleginnen und Kollegen an dem etwa einstündigen Warnstreik in der Mittagszeit.

Die Gewerkschaft fordert für die 3,7 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Interview: Mario John, 1. Bevollmächtigter IG Metall Chemnitz

Das bisherige Angebot der Arbeitgeber sieht eine Entgelterhöhung von 2,1 Prozent über zwei Jahre und eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent vor – zu wenig aus Sicht der Gewerkschaft.

Die Arbeitnehmerseite will sich auch von der finanziellen Schieflage des VW-Konzerns aufgrund des Abgasskandals nicht beirren lassen.

Interview: Mario John, 1. Bevollmächtigter IG Metall Chemnitz

Neben dem VW-Motorenwerk in Chemnitz wurde unter anderem auch das VW-Werk in Zwickau bestreikt.

Nach dem Scheitern der dritten Tarifrunde am Donnerstag sind für die kommende Woche weitere Warnstreiks angekündigt.

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