Warnstreik bei der Stadtreinigung Dresden

ver.di ruft zu Warnstreiks am Montag (23.3.) in der Privaten Abfallwirtschaft auf. Beschäftigte der Stadtreinigung Dresden, Pfotenhauerstraße 46, legen von 6 bis 8 Uhr ihre Arbeit nieder. +++

 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten in der Privaten Abfallwirtschaft zu Warnstreiks am 23.03.2015 aufgerufen. Hintergrund ist ein völlig unzureichendes Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Tarifrunde. Um den Druck vor der dritten Runde, die am 26. März in Berlin stattfindet, zu erhöhen, wurden die Beschäftigten aufgerufen, sich für ein besseres Angebot stark zu machen.

„Wir fordern die Arbeitgeber auf, ein deutlich verbessertes Angebot vorzulegen“, betont ver.di-Verhandlungsführerin Ellen Naumann. Die im Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) organisierten Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde am  17. Februar ein Angebot vorgelegt, nach dem die rund 65.000 Beschäftigten lediglich 1,1 Prozent mehr erhalten sollen. ver.di lehnte dieses als völlig unzureichend ab.

„Die Private Abfallwirtschaft ist ein Branche im Mindestlohnbereich“ so Naumann. „Die Entgelte liegen deutlich unter denen der Kommunalen Abfallwirtschaft. Es besteht ein großer Nachholbedarf für die Beschäftigten.“ Auch vergleichbare Branchen wie der Groß- und Außenhandel und das Speditionsgewerbe hätten sich in den letzten Jahren in der Entwicklung der Einkommen dynamischer gezeigt. Die Private Abfallwirtschaft verliere daher an Attraktivität, um Fachkräfte wie beispielsweise Berufskraftfahrer zu gewinnen.

Der für den Bereich zuständige Landesbezirksfachbereichsleiter im Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Marcus Borck, verweist auf die Zunahme der Leistungsverdichtung bei steigenden Anforderungen.

Die Beschäftigten würden endlich eine angemessene Erhöhung ihrer Einkommen erwarten, zumal es im letzten Jahr lediglich eine Einmalzahlung gegeben habe.

„Wir rechnen am 23.03.2015 mit ca. 250 Teilnehmer/Innen, die unserem Aufruf folgen werden und in der Zeit von 6:00 Uhr bis 8:00 Uhr ihre Arbeit niederlegen“, so die Prognose von Marcus Borck.

Quelle: ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

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