IG Metall setzt Warnstreiks fort

Chemnitz – An der Beckerstraße, vor dem Bosch Rexroth AG – Gelände, wurden am Donnerstag die Warnstreiks der IG Metall fortgesetzt.

Rund 140 Mitarbeiter der Bosch Rexroth AG und der thyssenkrupp Presta GmbH streikten am Mittag für bessere Arbeitsverhältnisse. Dafür legten die Arbeitnehmer ihre Arbeit nieder. Sie fordern unter anderem den Angleich der Arbeitszeit für Ost und West.

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung liegen sowohl Löhne und Gehälter, als auch Arbeitszeiten in den neuen Bundesländern unter dem West-Niveau. Laut dem Vergleichsportal gehalt.de besteht die größte Gehaltsdifferenz immernoch im Industrie- und IT-Sektor. So müssen sich die Arbeitnehmer aus dem Osten mit mehr als 31% weniger Lohn zufrieden geben. Nachdem die ersten Verhandlungsgespräche beendet wurden liegt zum Leid der Arbeitnehmer noch immer keine Einigung fest.

Bis jetzt weigern sich die Arbeitgeber den Forderungen nachzukommen. Sollte sich an dieser Einstellung in nächster Zeit nichts ändern, droht die IG Metall mit härteren Maßnahmen. So wären unter anderem 24 Stunden Warnstreiks angedacht. Bleibt also nur zu hoffen, dass sich schnellst möglich eine Lösung für beide Parteien findet.