Warnstreik der Chemnitzer Lehrer

 Am Donnerstag sind in Chemnitz die Lehrkräfte aller öffentlichen Schulen ab der 4. Unterrichtsstunde zum Warnstreik aufgerufen worden.

Rund 220 Lehrerinnen und Lehrer aus der gesamten Region folgten dabei dem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und versammelten sich im Gewerksschaftshaus an der Jägerstraße.

Unterstützung erhielten die Chemnitzer Pädagogen von Lehrkräften aus Freiberg und Brand-Erbisdorf. Die Gewerkschaft fordert die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit dem Freistaat und eine gerechte Eingruppierung der Lehrer.

Zudem wird eine Streichung der Stundenreduzierung im Alter oder Plichtstundenerhöhung abgelehnt. Dies wäre laut GEW der falsche Weg, um den Lehrermangel in Sachsen zu beheben.

Die Sächsischen Ministerien für Kultus und Finanzen wollen noch vor der Sommerpause mit allen Beteiligten ein gemeinsames Auftaktgespräch führen.

Interview: Bert Haase, Vorsitzender GEW-Bezirksverband Chemnitz

Mit dem zweiten Warnstreik seit Anfang Mai sei laut GEW jetzt erneut ein notwendiges Zeichen gesetzt worden. Lehrkräfte, die Prüfungen betreuen, sind nicht zum Warnstreik aufgerufen worden.