Warnstreik der Telekom

Wenn Sie Telekom-Kunde sind und am Montag in den Morgen- oder Mittagsstunden ein Serviceproblem hatten, haben Sie möglicherweise niemanden erreicht.

Der Grund dafür sind die Warnstreiks der Servicemitarbeiter, die heute auch Chemnitz erreichten. Die Angestellten legten dabei ihre Arbeit für kurze Zeit nieder, um so ihren Forderungen nach mehr Lohn Nachdruck zu verleihen.

Eisig ist zur Zeit nicht nur das Wetter in Chemnitz sondern auch die Stimmung der Telekom-Mitarbeiter im Servicebereich. Die sind in den Warnstreik getreten und das nicht nur in Chemnitz, sondern bundesweit.
Tausende Servicemitarbeiter fordern in ganz Deutschland auf diese Art gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di eine bessere Bezahlung. Bereits vergangene Woche waren Warnstreiks in vielen großen Städten deutschlandweit angesetzt. Am Montag streikten unter anderem die Beschäftigten der Standorte Leipzig, Halle, Zwickau und Chemnitz.

Interview: Roberto Ranft – Vertreter ver.di

Bereits am Montagmorgen legten rund 65 Mitarbeiter an der Minna-Simon-Straße aus dem Bereich Technischer Service ihre Arbeit nieder, am Nachmittag folgten etwa 150 Kollegen des Kundenservices an der Kauffahrtei.

Ihre Forderungen sind eindeutig und, bedenkt man die bisherige Lohnabsenkung, aus Sicht der Gewerkschaft nicht zu hoch. 8,5 Prozent Gehaltserhöhung fordern die Gewerkschaften bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die dritte Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche blieb erfolglos, eine Fortsetzung ist für kommende Woche Donnerstag und Freitag geplant. Gewerkschaft und Mitarbeiter der Servicebereiche sind verhandlungsbereit, würden aber im Extremfall auch einen Schritt weiter gehen.

Interview: Roberto Ranft – Vertreter ver.di

Bevor es zum Streik kommt, stehen sowieso noch Schlichterversuch und Urabstimmung. Gelegenheiten also für beide Seiten doch noch eine Einigung zu finden.

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