Warnstreik im öffentlichen Dienst

Chemnitz- Am Mittwoch fand auf dem Johannisplatz in Chemnitz ein Streik des sächsischen Lehrerverbandes zur laufenden Tarifauseinandersetzung statt. 

Betroffen sind neben Lehrern auch andere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Nachdem gestern in der Region Leipzig gestreikt wurde, begaben sich die Lehrer auch in Chemnitz auf die Straße.  Damit kamen sie dem gemeinsamen Aufruf der Gewerkschaften dbb beamtenbund, tarifunion sowie ver.di und GEW nach.

Etwa 3.800 Beschäftigte versammelten sich auf dem Johannisplatz, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Sie verlangen eine Einkommenserhöhung von mindestens 6 Prozent (200 Euro bei einer Laufzeit von mindestens 12 Monaten) und eine verbesserte Eingruppierung in Gehaltsgruppen. Außerdem fordern sie mit der „Paralleltabelle“ den Aufstieg von Lehrkräften, die unter der Gehaltsgruppe EG 13 eingruppiert sind.

Neben der ungerechten Entlohnung bemängelt Jens Weichelt, der Vorsitzende des Sächsischen Lehrerverbandes, besonders die Altersdiskriminerung durch das derzeitige Tarifrecht in seiner Rede.
Die zweite Verhandlungsrunde vom 6. und 7. Februar in Potsdam endete ohne eine Einigung. Es bleibt offen, ob die Arbeitgeber den Beschäftigten nach diesem Streik ein annehmbares Angebot vorlegen.

Am Donnerstag werden in den Regionen Dresden und Bautzen Arbeitsniederlegungen und Warnstreiks stattfinden. Sollte es bei der dritten Verhandlungsrunde am 28. Februar zu keiner Einigung kommen, wollen die Gewerkschaften auch weiterhin für ihre Ziele kämpfen.