Warnstreik: Uniklinik-Mitarbeiter gehen auf die Straße

Leipzig - Patienten müssen sich am Mittwoch gegebenenfalls auf längere Wartezeiten am Universitätsklinikum Leipzig einstellen. Der Grund: ver.di hat die fast 4.000 Mitarbeiter der Uniklinik zum Warnstreik aufgerufen. Ab sechs Uhr sollen sie für dreieinhalb Stunden die Arbeit niederlegen.

Bisherige Tarifverhandlungen mit dem UKL-Arbeitgeber liefen ergebnislos. "Seit Ende Januar sind wir in Verhandlungen", so Bernd Becker, der ver.di-Landesbezirksfachbereichleiter für Gesundheit & Soziales. "Es gab zwei Verhandlungsrunden, bisher ist der Arbeitgeber des Uniklinikums nicht auf unsere Forderungen eingegangen."

Der Aufruf zum Warnstreik wurde damit begründet, dass Beschäftigte des Klinikums schlechter bezahlt werden als Angestellte im öffentlichen Dienst, die vergleichbare Tätigkeiten ausüben. Darum fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte um 7,5 Prozent.

Die Gewerkschaft hatte der Klinik eine Notdienstvereinbarung angeboten, damit der Betrieb weiterlaufen kann. Bisher gab es von der Klinik aber keine Rückmeldung.

© SACHSEN FERNSEHEN