Warnstreiks – das Chaos blieb aus

Die Warnstreiks der Deutschen Bahn-Mitarbeiter konzentrieren sich vor allem auf den Süden der Republik.

Die Arbeitsniederlegungen sollen noch bis zum späten Vormittag andauern. Am Leipziger Hauptbahnhof blieb es ruhig. Nur ein ICE von München nach Berlin in den frühen Morgenstunden musste gestrichen werden. Außerdem wurden für zwei weitere Fernzüge aus dem Süden Verspätungen angekündigt. Das große Chaos blieb allerdings aus.

Neue Streiks angekündigt

Nach den ersten Warnstreiks der Bahngewerkschaften GDBA und Transnet am Donnerstag, drohen in den kommenden Tagen weitere Arbeitsniederlegungen im Personenverkehr der Deutschen Bahn.

Und auch bei einigen Fluggesellschaften sind für Donnerstag wieder Streiks angekündigt. Aufgrund der Bahnstreiks rät die Schlichtungsstelle allen Reisenden, sich im Internet oder kostenlos per Telefon (0800/ 0 99 66 33) bei der Bahn zu erkundigen, ob die gewünschte Verbindung angeboten wird. Alle, die bereits ein Ticket bei der Deutschen Bahn AG gekauft haben und die Reise aufgrund der Streiks nicht antreten, können sich diese Fahrkarten von der Deutschen Bahn zurückerstatten lassen. Dies trifft aus Kulanz auch für nicht erstattbare Tickets mit Zugbindung zu.

Die Frage, ob auch im Falle eines Streiks Ausgleichzahlungen zu leisten sind, ist umstritten. Während sich DB AG und Fluglinien auf höhere Gewalt berufen, geht die Schlichtungsstelle davon aus, dass höhere Gewalt nur etwas sein kann, das von außen auf das Unternehmen einwirkt und von diesem nicht zu kontrollieren ist. Dazu zählten Schneetreiben, Terrorwarnungen oder Fluglotsenstreiks, nicht aber Streiks von Piloten oder DB-Personal.