Warnstreiks in Dresden – 6000 Menschen demonstrieren auf der Straße

Die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst haben Dresden erreicht. Am Donnerstag sind in der Landeshauptstadt rund 6000 Menschen für mehr Geld auf die Straße gegangen. +++

Licht aus bei den Dresdner Verkehrsbetrieben am Donnerstagmorgen.
Viele Dresdner warteten an den Haltestellen vergeblich auf Bus und Bahn.
Doch zur Frühschicht ab 3 Uhr waren Bus- und Bahnfahrer gar nicht erst angetreten.
Die Fahrzeuge blieben in den Betriebshöfen stehen. Verdi rief die DVB-Mitarbeiter zum Warnstreik auf.

Interview mit Jürgen Becker, Verdi-Sprecher für Dresden-Oberelbe (im Video)

Etwa 900 Mitarbeiter beteiligten sich am Ausstand. Die letzten Arbeitskämpfe der DVB gab es nach der Wende 1990.
Jetzt geht es um die Angleichung des Gehaltes an das der alten Bundesländer.

Interview mit Uwe Zimmermann, Busfahrer (im Video)
 
Für manch Wartenden an den Haltestellen sind die Forderungen nachvollziehbar, für die meisten aber äußerst ärgerlich.

Umfrage unter DVB-Kunden (im Video)

An diesem Donnerstag streikten nicht nur die Mitarbeiter der DVB. Auch andere Stellen im Öffentlichen Dienst blieben geschlossen. So beteiligten sich beispielsweise Kindergärten, Stadtverwaltung und Sparkassenmitarbeiter am Arbeitskampf.

Am Vormittag versammelten sie sich vor dem Gewerkschaftshaus am Schützenplatz, zogen dann durch die Innenstadt zur Altmarktgalerie, wo es eine Kundgebung gab.
Nicht nur Dresdner Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes gingen auf die Straße, sie bekamen Unterstützung von den Chemnitzer und Leipziger Kollegen. Die nächsten Verhandlungen finden in einer Woche in Potsdam statt.

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