Warnstreiks legen Dresden lahm

Die Gewerkschaften haben für Donnerstag Warnstreiks für den öffentlichen Dienst angekündigt. Die Bürger müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Mehr unter www.dresden-fernsehen.de. +++

Die Gewerkschaften haben für Donnerstag, 22. März, Warnstreiks für die Stadtverwaltung Dresden und den Eigenbetrieben Kindertageseinrichtungen, IT- und Organisationsdienstleistungen, Sportstätten- und Bäderbetrieb sowie Friedhofs- und Bestattungswesen angekündigt. In dem Streikaufruf heißt es, dass alle Tarifbeschäftigten und Auszubildenden zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen sind.

„Der angekündigte Warnstreik wird voraussichtlich zu erheblichen Einschränkungen in allen Bereichen der Stadtverwaltung führen. Selbstverständlich sind wir bemüht, für die wichtigsten Bereiche Notdienste zu errichten. Dennoch müssen wir die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis bitten, dass viele Dienstleistungen während des Warnstreiks nicht erbracht werden können“, sagt Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann. „Unsere Empfehlung lautet, dass die Bürger Behördengänge, soweit sie nicht absolut unabwendbar sind, auf einen anderen Tag verschieben.“ Für den Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen wurde für den Fall eines Warnstreiks eine gesonderte Vereinbarung getroffen (siehe unten).

„Es ist durchaus nachvollziehbar, dass sich die Beschäftigten für eine Lohnerhöhung in der gerade laufenden Tarifrunde stark machen. Auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben in den vergangenen Jahren durch maßvolle Tarifabschlüsse zur Bewältigung der Finanzkrise beigetragen. Unverständlich ist allerdings, dass ver.di nun während der laufenden Verhandlungen zum Mittel der Warnstreiks greift, obwohl weitere Termine zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern bereits vereinbart wurden“, so Lehmann weiter. „Die geforderten 6,5 Prozent Lohnerhöhung übersteigen die finanziellen Spielräume der deutschen Kommunen um ein vielfaches – auch die von Dresden. Angesichts der riesigen Aufgaben, die die sächsische Landeshauptstadt in den Bereichen Kindertagesstätten und Schulen zu bewältigen hat, hoffen wir auf einen Tarifabschluss, der die geplanten Investitionen in Bildung und Kultur nicht gefährdet.“

Um den dringenden Betreuungsbedarf berufstätiger Eltern abzudecken, haben die Gewerkschaften und die Landeshauptstadt Dresden eine Regelungsabsprache getroffen. Dabei wurde je Ortsamt eine Kita festgelegt, die den Dienstbetrieb für betroffene Kinder und Eltern aufrecht erhalten wird. 

Ortsamt Altstadt:         Rietschelstraße 15/17
Ortsamt Neustadt:        Johann-Meyer-Straße 21
Ortsamt Pieschen:        Weinböhlaer Straße 12
Ortsamt Klotzsche:        An den Ruschewiesen 4
Ortsamt Loschwitz:         Winzerstraße 2
Ortsamt Blasewitz:        Paul-Gerhardt-Straße 21
Ortsamt Leuben:        Laibacher Straße 25
Ortsamt Prohlis:        Berzdorfer Straße 39
Ortsamt Plauen:        Bergstraße 6
Ortsamt Cotta:        Helbigsdorfer Weg 3 

Alle genannten Kindertageseinrichtungen sind am Streiktag, unabhängig ihrer sonstigen Öffnungszeit, von 6 bis 18 Uhr, die Rietschelstraße bis 20 Uhr, geöffnet. Zusätzlich hat der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen einen telefonischen Informationsdienst unter Telefon (03 51) 4 88 51 01 eingerichtet.

Quelle: Stadt Dresden

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