Warnstreiks legen öffentlichen Dienst teilweise lahm

In sechs sächsischen Städten hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di heute zu Warnstreiks aufgerufen. So blieben heute früh in Freital die städtischen Kitas geschlossen, in Chemnitz wurden erst ab 10 Uhr Knöllchen verteilt. 

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes mehren sich die Zeichen für einen harten Arbeitskampf. Quer durch Sachsen traten heute die Mitarbeiter in den Ausstand. In Dresden schlängelte sich ein Autokorso vom Postplatz zum Rathaus und weiter zum Finanzministerium. Bereits am Morgen waren Mitarbeiter der Aufforderung von Verdi gefolgt, die Arbeit niederzulegen. Bundeswehr, Wasser-und Schifffahrtsamt sowie das Bundesamt für Güterverkehr waren in der Landeshauptstadt betroffen. 

  Die Gewerkschaft fordert für die 1,3 Millionen Tarifangestellten bei Bund und Kommunen acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber bieten bislang für zwei Jahre und verteilt auf drei Schritte fünf Prozent – bei gleichzeitiger Verlängerung der Arbeitszeit.

  Inakzeptabel auch für die Angestellten in Freital. Hier blieben die städtischen Kitas geschlossen. Die Eltern waren vorher informiert worden, ein Notdienst wurde eingerichtet. 

  In Chemnitz legten zahlreiche Beschäftigte der Stadtverwaltung heute Morgen für zwei Stunden ihre Arbeit nieder. Von 8 bis 10 legten sie somit nach Angaben der Gewerkschaft das Bürger- und Ordnungsamt sowie das Lebensmittel- und Veterinäramt lahm. Bereits im Vorfeld drängte die Rathausspitze auf einen maßvollen Abschluss, die Gewerkschaft sieht das allerdings anders.

  Die Tarifverhandlungen gehen am kommenden Montag in Potsdam in die vierte Runde. Die Warnstreiks sollen morgen in Sachsen Anhalt weiter gehen.

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