Warnstreiks vor dem Landtag

Dresden – Mit einem großen Traktorkorso legten mehrere hundert sächsische Bauern am Donnerstagvormittag große Teile der Dresdner Innenstadt lahm. Vor dem Landtag protestierten sie gegen die niedrigen Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte – vor allem der Milch.

Auch einige Abgeordnete nutzten die Gelegenheit und traten mit den Bauern ins Gespräch. Bereits am Freitag hatte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt bei einem Branchentreffen über Krisenlösungen beraten. Die Bauern fordern eine bessere Regulierung des Marktes, einen größeren Anteil am endgültigen Verkaufspreis und Soforthilfen in Höhe von 2 Milliarden Euro.

Im Anschluss an die Proteste der Bauern fand vor dem Landtag noch eine Kundgebung der Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft statt. Auch sie erhofft sich von den Protesten ein deutliches Signal aus der Politik.

Während draußen die Bauern und Lehrer streikten, befasste sich auch das Parlament mit dem aktuellen Lehrkräftemangel.

Sollte es seitens der Staatsregierung zu keinen Tarifverhandlungen kommen, schließt die GEW weitere Warnstreiks nicht aus.