„Warten auf die Neuberin“

Am Samstag um 19:30 Uhr erwartet die Besucher der Buchkinderverlagsbuchhandlung auf der Leipziger Karl-Liebknecht-Straße eine ganz besondere Theatervorführung.

1737 verbannte Friederike Caroline Neuber, genannt „die Neuberin“, den Hanswurst von der deutschen Bühne. Das Theater sollte „von seinen rohen, verwilderten Zügen befreit und zu einer Pflegestätte des guten Geschmackes und der Erbauung“ werden. Doch es gibt keine nachweislichen Belege dieser Verbannung. So warten im Szenario Hans und Wurst auf ihre Hinrichtung. Doch die Neuberin kommt nicht.

Also spinnen die Protagonisten ein absurdes Spiel. Sie erschaffen in performanceartigen Begegnungen zwischen Gottsched und Neuber eine Mischung aus Clowns- und Sprechtheater. „Wissenschaftler“ treten auf, die die Grundsituation des Wartens auf den eigenen Tod kommentieren. Ein theatralisches Experiment in Kooperation von Knalltheater und Dramatische Spielgemeinschaft 05.

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