Was Dresdner über selbstbestimmtes Sterben denken

Dresden - Im vergangenen Jahr sind in Dresden 6165 Menschen verstorben. Vor allem beim Thema Corona muss man sich auch mit dem Tod auseinandersetzen. Niemand spricht gerne darüber – doch er ist allgegenwärtig. Was denken die Dresdner darüber und über selbstbestimmtes Sterben? Wir haben nachgefragt.

In den Leichenhallen Anfang des Jahres in und um Dresden stapelten sich die Särge in den Krematorien. Das Corona-Virus brachte tausenden Menschen den Tod. Sicherlich konnten viele davon nicht mehr selbst entscheiden wie sie sterben wollen. Diese Frage stellt sich nicht nur alten und kranken Menschen, sondern auch der jüngeren Generation, die beispielsweise nach einem Unfall nicht mehr in der Lage ist, selbst zu entscheiden. Vorsorgen ist hier das Stichwort. Selbstbestimmtes Sterben regelt zum Beispiel die Patientenverfügung.

Im vergangenen Jahr sind in Dresden 6165 Menschen verstorben. Wie viele Menschen in Deutschland mit einer Patientenverfügung für ihren Tod vorgesorgt haben, ist nicht bekannt. Der Deutsche Bundestag schätzt aber, dass bei einer aktuellen Gesamtzahl von rund 4,7 Millionen eingetragenen Vorsorgevollmachten auch etwa 3,5 Millionen Patientenverfügungen registriert seien.