Was geschieht mit den Garagen auf städtischen Grundstücken?

Chemnitz – In Chemnitz befinden sich viele Garagenkomplexe auf kommunalem Grund und Boden.

Von großen Arealen mit mehreren hundert Garagen bis zu kleinen Standorten ist nicht nur die Größe sehr unterschiedlich. Auch in ihrer Substanz unterscheiden sich die Komplexe stark.

So ist der Standort an der Beckerstraße neben dem Eisenbahnviadukt in einem äußerst schlechtem Zustand. Viele der Garagen stehen hier bereits leer.

Dagegen sind Standorte in Wohngebieten wie an der Carl-von Ossietzky-Straße in Gablenz sehr gepflegt. Hier braucht man Glück, um eine freie Garage zu ergattern.

Bei der Stadtverwaltung hat man sich alle Standorte auf kommunalen Grund genau angeschaut und die erste neue Garagenkonzeption seit zehn Jahren entwickelt. Demnach fallen die 87 Objekte in drei verschiedene Kategorien.

Für 18 Standorte soll als Kategorie B ein vergleichsweise langfristiger Bestandschutz von zehn Jahren gelten. Dazu zählt unter anderem die Anlage an der Carl-von Ossietzky-Straße.

In die Kategorie A fallen Standorte mit städtebaulichen Entwicklungspotential, dass heißt, das Garagengrundstück soll nicht mehr auf Dauer bestehen, sondern könnte umgewidmet und anders bebaut werden. Dazu zählen insgesamt 50 Objekte, unter anderem der Komplex an der Beckerstraße.

Schließlich gibt es noch 19 Standorte mit unsicherem Entwicklungspotential wie beispielsweise die Garagenanlage an der Ernst-Enge-Straße in Gablenz. Hier sollen keine festen Pachtlaufzeiten mehr vereinbart werden können. Grundsätzlich soll in Zukunft auch vom Stadtrat jedes Garagengrundstück einzeln betrachtet werden, je nach dem ob Interesse danach angemeldet wird.

Die Garagenkonzeption erhält noch einen weiteren wichtigen Punkt: eine Anhebung der Gebühren. Demnach soll der Jahressatz von derzeit rund 60 Euro ab 2018 auf satte 140 Euro pro Jahr steigen.

Über die Pläne der Verwaltung soll am 14. Juni im Chemnitzer Stadtrat abgestimmt werden.