Was ist der effizienteste Schutz vor Überhitzung in Dachgeschosswohnungen?

Zusätzlich zu den Außenjalousien an den Dachfenstern wirkt passiver Hitzeschutz in Form von Holzfaserdämmplatten in Dachgeschosswohnungen einer Überhitzung am effizientesten entgegen. +++

„Bei einer energetischen Sanierung sollten Materialien mit hoher Wärmespeicherkapazität und hohem Flächengewicht kombiniert werden“, erklärt Frank Menzer, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen.

„Was diese Eigenschaften angeht, sind pflanzliche Dämmstoffe wie Holzfaserdämmplatten und Zellulose-Produkte besonders zu empfehlen“, präzisiert der Experte. Mit einer solchen Dämmung kann die Temperatur in Dachgeschosswohnungen auch an heißen Sommertagen im erträglichen Bereich gehalten werden. Die während des Tages gespeicherte Wärme braucht dann nur noch bei Nacht oder am frühen Morgen bei weit geöffneten Fenstern aus der Wohnung heraus gelüftet werden. So wird die Wärmespeicherkapazität täglich aufs Neue genutzt.

Zusätzlich zu den Außenjalousien an den Dachfenstern bilden diese Maßnahmen den nachhaltigsten Hitzeschutz. Häufige Ursachen für die Überhitzung einer Dachgeschosswohnung sind das konstruktionsbedingte Fehlen schwerer Baumaterialien wie Mauerwerk oder Beton und eine häufig unzureichende Dämmung bzw. Dämmmaterialien mit geringem Flächengewicht. Dementsprechend kommt es bei üblichen Dachkonstruktionen schneller zu einer Überhitzung als bei Wohnungen mit massiven Außenwänden. 

Wie und mit welchen Materialien eine optimale Dämmung und die effiziente Ausnutzung der Wärmespeicherkapazität erfolgen, können Verbraucher im Rahmen der telefonischen Energieberatung der Verbraucherzentralen unter 09001-3637443 erfahren (0,14 €/ Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer).

Dort kann auch ein Termin für eine persönliche Energieberatung an einem von derzeit 48 sächsischen Standorten vereinbart werden. Pro halbe Stunde Beratung zahlen Ratsuchende eine Kostenbeteiligung von 5 Euro. Können in einer solchen Beratung nicht alle Fragen geklärt werden, besteht im Anschluss zu einem Eigenbeitrag von 45 Euro die Möglichkeit eines Ortstermins. Der Energieexperte nimmt das Energieproblem in Augenschein und wird anschließend eine individuelle Lösung oder Empfehlung ausarbeiten.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen

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