Was Sie beim Stromanbieterwechsel beachten müssen

Hoher Strompreis? Stromanbieter wechseln! Was ist zu beachten?

Zwar ist Strom schon seit langer Zeit ein wichtiger Teil des Lebens, doch seine Bedeutung nimmt immer mehr zu. Neben Haushaltsgeräten wird der Strom nun auch vor allem genutzt, um die zahlreichen Anschaffungen im Bereich der Unterhaltungselektronik aufzuladen und zu betreiben. Die Stromanbieter sind sich über die Rolle bewusst, die der Strom im Alltag einnimmt und erhöhen aus diesem Grund beständig ihre Preise. So verdienten die Unternehmen im Jahr 2019 an jeder Kilowattstunde durchschnittlich 25,3 Cent. Im Vergleich zu 2018 stellt das einen Zuwachs von 3,5 Prozent dar!

Müssen Verbraucher die Preisexplosion ihres Anbieters stillschweigend hinnehmen? Nein, denn schließlich ist das Angebot breit gesät. Im folgenden Artikel informieren wir Sie rund um das Thema Stromanbieter und zeigen Ihnen, wie Sie den Versorgerwechsel erfolgreich durchführen.

Kann der Stromanbieter jederzeit gewechselt werden?

Im Allgemeinen gestaltet sich der Anbieterwechsel recht unkompliziert und kann zu jeder Zeit durchgeführt werden. In bestimmten Fällen kann die angestrebte Neuerung allerdings zu Problemen führen. Vor allem für Kunden, die Nachtstrom beziehen, gestaltet sich der Wechsel häufig mühsam. Denn zum einen sind Nachtstromtarife nur selten im Sortiment der Stromversorger integriert und zum anderen unterscheidet ein Großteil der Stromanbieter nicht zwischen den Kategorien Tag- und Nachtstrom. Infolgedessen können Verbraucher nicht länger von den günstigen Bedingungen profitieren, sondern zahlen häufig höhere Preise als zuvor. Gleiches gilt leider auch für Kunden mit Wärmepumpen.

Verträge mit langen Laufzeiten können den Bestrebungen der Verbraucher ebenfalls einen Strich durch die Rechnung machen. Denn in erster Linie ist man an die Konditionen gebunden, da man diesen zugestimmt hat. Sollte der Stromanbieter allerdings die Preise erhöhen, ist es möglich, den Anbieter sofort zu wechseln.

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Stromtarife vergleichen und den günstigsten Stromanbieter finden

Wenn die Entscheidung feststeht, den alten Stromanbieter zu verlassen, sollte man nicht übereilt handeln. Akzeptieren Sie nicht gleich das erste Angebot, das Ihnen über den Weg läuft, sondern treffen Sie Ihre Entscheidung mit viel Bedacht. Zu diesem Zweck bietet sich ein Strompreisvergleich inklusive Wechselservice an. Vergleichsseiten im Internet bieten Ihnen die Möglichkeit, verschiedene Anbieter genau unter die Lupe zu nehmen. Sie können sich dabei entspannt zurücklehnen, da die Stromrechner mithilfe Ihrer Postleitzahl die Arbeit für Sie übernehmen. Im Jahr 2020 zahlte ein klassischer deutscher Haushalt durchschnittlich 1.320 Euro pro Jahr. Durch eine fundierte Suche mit dem Stromrechner hätten pro Haushalt jedoch fast 40 Prozent der Kosten eingespart werden können, da der günstigste Anbieter bei 950 Euro jährlich lag. Das zeigt, dass nicht nur Energiefresser für die hohen Rechnungen verantwortlich sind!

Versorgerwechsel – wie läuft er ab?

Um den Wechsel schnell und einfach zu bewerkstelligen, müssen ein paar Formalitäten berücksichtigt werden. Zunächst ist es wichtig, dass Sie sich über Ihren aktuellen Jahresverbrauch informieren. Die Angaben können Sie auf vergangenen Stromrechnungen finden. Zudem ist auf diesen Nachweisen auch der nächstmögliche Kündigungstermin notiert.

In der Regel beläuft sich die Kündigungsfrist auf eine Zeitspanne zwischen 14 Tage und drei Monaten.

Im nächsten Schritt müssen Sie Kontakt mit Ihrem zukünftigen Stromversorger aufnehmen. Achten Sie darauf, dass Sie sich für keine Strompakete entscheiden, sich nicht an Kautionszahlungen, Vorauskasse, lange Laufzeiten und zwielichtige Anbieter binden. Zertifizierte Vertreiber von Ökostrom sind beispielsweise an speziellen Ökostromsiegeln erkennbar. Dem zukünftigen Strompartner Ihres Vertrauens müssen Sie folgende Daten zukommen lassen:

  • den vorherigen Lieferanten
  • den Netzbetreiber
  • bisherige Kundennummer
  • aktuellen Jahresverbrauch
  • Zählernummer

Wer kündigt dem alten Stromanbieter?

Haben Sie den Vertrag Ihres neuen Anbieters unterzeichnet, ist Ihre Arbeit erfolgreich beendet. Denn um alle weiteren Angelegenheiten kümmert sich Ihr zukünftiger Stromversorger. So kündigt er mithilfe einer von Ihnen erteilten Vollmacht dem alten Stromanbieter die Dienste. Nach Ablauf der Widerrufsfrist, die 14 Tage beträgt, finden Sie in der Post die Kündigungsbestätigung und die Abschlussrechnung. Um die Ummeldung beim Netzbetreiber kümmert sich der neue Lieferant ebenfalls.

Stromtarife regelmäßig vergleichen

Trotz des Engagements Ihres zukünftigen Stromlieferanten ist es wichtig, dass Sie sich auf alle Eventualitäten vorbereiten. Um böse Überraschungen und Probleme zu vermeiden, sollten Sie sich unbedingt den aktuellen Zählerstand vermerken. Nehmen Sie auch ein Foto auf, um im Ernstfall einen Nachweis zur Hand zu haben. Durch dieses Vorgehen können beispielsweise Abrechnungsprobleme ganz einfach aus dem Weg geräumt werden.

Zudem empfiehlt es sich, sich regelmäßig über die Entwicklungen auf dem Markt zu erkundigen. Die Strompreise verändern sich kontinuierlich, wodurch sich Vorteile bei anderen Anbietern für Sie ergeben können. Aus diesem Grund sollten Sie die Stromtarife immer wieder vergleichen, um den Geldbeutel zu schonen.