Was soll in Zukunft mit Dresdner Zivilschutzbunkern passieren?

In den 60er Jahren, zu Zeiten des Kalten Krieges wurden in Dresden sogenannte Zivilschutzbunker angelegt. Drei dieser Bunker gibt es in der Innenstadt. Erhalt, Ausbau oder Abriss? Die Dresdner Feuerwehr wartet seit Jahren auf eine Entscheidung vom Bund.+++

Die Liliengasse im Dresdner Stadtzentrum. Wer rechnet hier mit Relikten des Kalten Krieges?

1961 für den Ernstfall geplant, wurde der Bunker in der Liliengasse bis 1964 gebaut. Anderthalb bis zwei Meter Stahlbeton sollten ursprünglich 500 Personen Schutz vor Bombenangriffen, ABC-Waffen oder sogar einem Atomschlag bieten.

Ortstermin mit Heido Hüttel Feuerwehrmann bei der Dresdner Feuerwehr. Er ist zuständig für die drei derzeit noch existierenden Luftschutzbunker Dresdens.

 

27 Meter lang und 16 Meter breit ist der Bunker. Nicht sehr hoch ziemlich dunkel und irgendwie bedrückend.

In der Mitte ein großer Aufenthaltsbereich und sogenannte Schlafboxen links und rechts sollten Dreh- und Angelpunkt des Bunkerlebens sein.

Wenigstens gab es in den Dresdner Schutzräumen alles was man zum Leben, besser Überleben gebraucht hätte – zumindest für einen kleinen, vermutlich auserwählten Teil der Dresdner Bevölkerung

Bis zum Ende des kalten Krieges ist der Ernstfall in Dresden glücklicherweise nie eingetreten.

Als Zivilschutzeinrichtungen entsprechen die Luftschutzbunker heute nicht mehr den modernen Anforderungen. Allerdings ist die Zukunft der Räume seit Jahren ungewiss: Erhalt, Ausbau oder Abriss? Die Dresdner Feuerwehr wartet seit Jahren auf eine Entscheidung vom Bund. Bis dahin wird Heido Hüttel wohl weiterhin regelmäßig nach dem Rechten schauen.

 

Im Video sehen Sie das Interview mit Heido Hüttel, Dresdner Feuerwehr und erhalten exklusive Einblicke in den Bunker Lilliengasse.

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