Was summt, brummt, krabbelt und fliegt denn da?

Leipzig - Alles, was sechs Beine hat, wird gezählt. Unter diesem Motto ruft der Naturschutzbund in diesem Sommer zur ersten bundesweiten Insektenzählung auf. Davon verspricht sich der NABU nicht nur einen Überblick über die Artenvielfalt, sondern auch über das Ausmaß des Insektensterbens. 

Um bis zu drei Viertel sind die Zahlen in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Die Ursachen liegen in der Verwendung von Pestiziden und in der intensiven Landwirtschaft. Naturfans sind daher aufgerufen, das Summen, Brummen und Krabbeln in ihrer Umgebung zu beobachten und online zu melden. Der Zeitraum ist der 1. bis 10. Juni sowie der 3. bis 12. August 2018. Beobachten und zählen kann man fast überall, Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang und zwar alles von der Blattlaus bis zum Schmetterling. Auf 16 in Deutschland häufig vorkommende Arten soll dabei aber besonders geachtet werden. Darunter sind vier Tagfalter (Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs), drei Wildbienen (Ackerhummel, Steinhummel, Holzbiene), zwei Käfer (Asiatischer Marienkäfer, Sieben-Punkt-Marienkäfer), zwei Wanzen (Lederwanze, Streifenwanze), die Hainschwebfliege, die Florfliege, die Blutzikade und die Blaugrüne Mosaikjungfer als Libellenart sowie das Grüne Heupferd als Laubschrecke.

Optimal zum Zählen ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Mehr Infos gibt es hier und hier.