Was wird nun aus der Villa Zimmermann?

Sie ist ein repräsentatives Kleinod – und sie ist ein echtes Sorgenkind der Stadt.

Die Türen der Villa Zimmermann bleiben wohl noch für längere Zeit verschlossen, denn nach zahlreichen Versuchen, das Objekt zu nutzen und eben so vielen Fehlschlägen wird die Villa nun zwangsverwaltet.

Interview: Christoph Mathern – Zwangsverwalter

1866 wurde der ehemalige Wohnsitz des Chemnitzer Maschinenbaukönigs Johann von Zimmermann gebaut. Doch schon 18 Jahre später wurde die Villa wieder verkauft. Umnutzungen hat es seitdem reichlich gegeben, nach der Wende allerdings stand das Gebäude lange leer.

Die neuere Geschichte der Villa Zimmermann gleicht einem ständigen Auf und Ab. Ein Eigentümer folgte dem nächsten, doch am desolaten Zustand des Gebäudes änderte sich lange nichts.

Im Sommer 2007 wurde dann endlich ein Eigentümer gefunden, der die architektonisch wertvolle Villa aus ihrem Dornröschenschlaf erwecken wollte und dies auch tat.

Die Sanierung wurde dabei mit großer Sorgfalt durchgeführt, nach den Vorgaben des Denkmalschutzes ließen Stuckateure, Maler und viele andere Handwerker den Charme der ehemaligen Villa neu aufleben.

Im Dezember 2008 wurde sie dann neu eröffnet, als Genuss – und Tanztempel. Nach langer Durststrecke – so schien es – hatte die Villa zu altem Glanz zurückgefunden. Doch bereits nach einem halben Jahr musste der Betreiber Insolvenz anmelden, die Türen blieben wieder geschlossen. Es folgten weitere Wiederbelebungsversuche, Investoren und Betreiber gaben sich in den vergangenen Jahren die Klinke in die Hand – das ultimative Konzept aber hat wohl keiner gefunden. Doch die Suche geht weiter.

Interview: Christoph Mathern – Zwangsverwalter

Wie auch immer das Schicksal der Villa aussehen mag, eines sollte sie in keinem Falle wieder erleben – langen Leerstand mit anschließendem Verfall.

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